Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Umweltbundesamt Referat Z 1.5 Zentrale Vergabestelle
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
DE-06844 Dessau-Roßlau
11.11.2025
1. Umweltbundesamt, Referat Z 1.5
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
E-Mail: refoplan@uba.de
2. Angaben zum Verfahren a) Verfahrensart Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht b) Vertragsart Liefer- / Dienstleistungsauftrag c) Geschäftszeichen FKZ 3724 71 702 0 // AZ 91 007-2/00082
3. Angaben zu Angeboten a) Form der Angebote o elektronisch o ohne elektronische Signatur (Textform) o mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel o mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel b) Fristen Ablauf der Angebotsfrist 11.11.2025-10:00 Uhr Ablauf der Bindefrist 19.12.2025.
4. Angaben zu Vergabeunterlagen a) Vertraulichkeit Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter www.evergabe-online.de/tenderdetails.html b) Zugriff auf die Vergabeunterlagen Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt c) Zuständige Stelle Hauptauftraggeber siehe l.a) d) Anforderungsfrist 11.11.2025-10:00 Uhr
5. Angaben zur Leistung a) Art und Umfang der Leistung Die Ausschreibung steht unter Vorbehalt der Finanzierbarkeit. Plan: 2025 Charakterisierung der Belastung von Böden mit PFAS (Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen) in Verdichtungsräumen und an ausgewählten Schadensfällen Das Projekt soll ein Beitrag zur Erfassung der PFAS-Belastung der Böden Deutschlands mit PFAS (Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen) leisten und damit die Erkenntnisse aus entsprechenden, bereits abgeschlossenen oder laufenden Messkampagnen ergänzen. Dabei sollen die folgenden zwei Teilaufgaben parallel bearbeitet werden: - Orientierend-systematische Beschreibung der PFAS-Hintergrundbelastung von Oberböden in urbanen Verdichtungsräumen, - Systematisch-vergleichende Charakterisierung der PFAS-Bodenbelastung an einer Auswahl als typisch bekannter PFAS-Schadensfälle (Hot-Spots), Für jede dieser Teilaufgaben sind die folgenden Leistungen in entsprechenden Arbeits-ipaketen zu erbringen: (i) Bestandsaufnahme existierender Daten und Erarbeitung des Untersuchungsprogramms, (ii) Vorbereitung und Durchführung von Probenahmen an den ausgewählten Standorten bzw. Organisation von Probenmaterial, (iii) Probenaufbereitung und PFAS-Analytik sowie (iv) Auswertung der Rohdaten, Ergebnisdarstellung und Berichterstellung. c) Ort der Leistungserbringung Ort der Leistungserbringung ist Dessau-Roßlau.
6. Angaben zu Losen a) Anzahl, Größe und Art der Lose Die Gesamtleistung bildet ein Los.
7. Zulassung von Nebenangeboten Nein.
8. Bestimmungen über die Ausführungsfrist Das Vorhaben hat eine Laufzeit von 40 Monaten und beginnt unmittelbar nach Zuschlagserteilung.
10. Wesentliche Zahlungsbedingungen Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B)
11. Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des NichtVorliegens von Ausschlussgründen Die Qualifikation der Anbieter und gegebenenfalls von Kooperationspartnerinnen und - partnern sind durch die Angabe von nachprüfbaren Referenzen sowie in Form von Eigenerklärungen nachzuweisen. Der Anbieter hat die folgenden fachlichen Qualifikationen und technische Ausstattung nachzuweisen:
1) Nachweis von fachlicher Expertise zur Stoffgruppe der PFAS, insbesondere zu Vorkommen und Verteüung von PFAS in der Umwelt, vorzugsweise mit dem Schwerpunkt Boden/ Altlasten (belegt durch drei Fachpublikationen und/oder öffentlich zugängliche Berichte)
2) Nachweis der Befähigung zur Recherche, elektronischen Verarbeitung, statistischen Auswertung sowie Darstellung umfangreicher und heterogener Datensätze (Monitoringdaten), vorzugsweise zum Vorkommen chemischer Stoffe in Umweltmedien (belegt durch zwei Fachpublikationen und/oder öffentlich zugängliche Berichte)
3) Nachweis der fachlichen Qualifikation hinsichtlich Probenahmestrategie / Probenahmeplanung in umfangreichen Untersuchungsprojekten (zwei Projektreferenzen)
4) Nachweis von fachlicher Expertise hinsichtlich Probenahme (Entnahme, Transport und Lagerung von Bodenproben sowie bodenkundlichen Standort- und Profüaufnahme) (drei Projektreferenzen)
5) Die Probenahme ist von Sachverständigen oder Personen mit vergleichbarer Sachkunde entsprechend §19 BBodSchV zu entwickeln und zu begründen, zu begleiten und zu dokumentieren. Entsprechende Nachweise sind vorzulegen.
6) Fachliche Expertise hinsichtlich der chemisch-analytischen Quantifizierung von PFAS (Nachweis für PFAS durch zwei Fachpublikationen und/oder öffentlich zugängliche Berichte)
7) Nachweis der Verfügbarkeit einer Messtechnik mit hinreichender Sensitivität für die PFAS-Analytik, d.h. LC-MS/MS-Analyse mit einem leistungsstarken Gerät vergleichbar zu einem Agilent 6495C oder SCIEX API 6500+ (Nachweis durch Eigenerklärung). Sofern nicht bereits unter den vorab genannten Punkten 1 bis 7 eingeschlossen, sind in einer kursorischen Übersicht weitere einschlägige erfolgreich abgeschlossene Projekte /Arbeitsschwerpunkte/Veröffentlichungen oder sonstige Aktivitäten (Referenzen jeweils nicht älter als fünf Jahre) des Auftragnehmers und gegebenenfalls seiner Kooperationspartner im Themenfeld des hier beschriebenen Projektes (Schadstoffe im Boden) darzustellen. Ebenfalls in einer kurzgefassten Übersicht darzulegen ist die fachliche Vorstellung der am Vorhaben beteiligten Institutionen und natürlichen Personen sowie der von ihnen im Rahmen des Forschungsvorhabens wahrgenommenen Aufgabe (möglichst Benennung der Bearbeiterinnen und Bearbeiter). Die Zuverlässigkeit ist durch Unterzeichnung der beigefügten Eigenerklärung zu bestätigen. Der Anbietende bestätigt mit Abgabe seines Angebotes, dass er über die erforderliche Leistungsfähigkeit verfügt, um das Vorhaben vertragsgemäß bearbeiten zu können.
12. Zuschlagskriterien Die Zuschlagskriterien sind abschließend in der Leistungsbeschreibung benannt.
14. Sonstige Angaben Die summierte Gesamtgröße des bei der Angebotsabgabe eingereichten Umsetzungskonzepts darf 8,0 MB nicht überschreiten.