Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
HCC Hessisches Competence Center Abteilung Zentrale Beschaffung
Rheingaustraße 186
65203 Wiesbaden
DE-65203 Wiesbaden
06.11.2025
1.
Land Hessen, vertreten durch das Hessische Competence Center -Zentrale Beschaffung-
Rheingaustraße 186
65203 Wiesbaden
Deutschland
Telefonnummer: +49 611-70384012
Telefaxnummer: +49 611-327638412
E-Mail: beschaffung@hcc.hessen.de
Internet: vergabe.hessen.de
Zuschlagserteilende Stelle:Siehe oben.
2. Verfahrensart (§ 8 UVgO): Verfahrensart: Öffentliche Ausschreibung.
3. Angebote können abgegeben werden: elektronisch in Textform elektronisch mit fortgeschrittener Signatur elektronisch mit qualifizierter Signatur Anschrift zur Einreichung schriftlicher Angebote: -ENTFÄLLT- (es sind ausschließlich elektronische Angebote zugelassen).
4. Zugriff auf Vergabeunterlagen: Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und die Informationen zum Zugriff auf die Vergabeunterlagen (§ 29 Abs. 3 UVgO):.
5. Art und Umfang sowie Ort der Leistung: Art der Leistung: Rahmenvereinbarung über die Erstellung von bis zu 48 Referenzfischzönosen für das HÖP Menge und Umfang: Im Rahmen der Bestandsaufnahme für den WRRL-Bewirtschaftungszyklus 2027-2033 sollen hessenweit 42 bis maximal 92 Oberflächenwasserkörper (OWK), die momentan als natürliche Wasserkörper (natural waterbodies; NWB) gelten, als erheblich veränderte Wasserkörper (heavily modified waterbodies; HMWB) ausgewiesen werden. In diesen OWK wird die Bewertung der biologischen Qualitätskomponente Fischfauna mit dem Bewertungsverfahren fiBS in Zukunft nicht mehr an der Referenzfischzönose für den sehr guten ökologischen Zustand, sondern an der angepassten Referenzfischzönose für das höchste ökologische Potenzial (HÖP) ausgerichtet werden. Damit ist die Erstellung von maximal 48 neuen Referenzfischzönosen (für die 42 sicheren HMWB wären es 31 neue Referenzfischzönosen und für die 50 optionalen HMWB wären es zusätzlich 17 neue Referenzfischzönosen) für die Fischfauna erforderlich. Die genaue Anzahl der OWK, die als HMWB ausgewiesen werden, wird erst gegen Ende Oktober 2025 feststehen und den potenziellen Bietern bereitgestellt, sobald die Angaben vorliegen. Auftrag: Rahmenvereinbarung über die Erstellung von 31 bis maximal 48 Referenzfischzönosen für das HÖP gemäß der vorgegebenen Methodik. Methodik: Zur Ableitung des HÖP muss die vorhandene Referenzfischzönose für den sehr guten ökologischen Zustand an die HMWB-Habitatbedingungen angepasst werden. Das bedeutet, dass die Auswirkungen der Nutzung und der mit der Nutzung verbundenen Habitatbedingungen auf die Fischfauna abgeschätzt und das HÖP so ausgestaltet werden muss, dass es trotz Fortbestehen der nutzungsspezifischen hydromorphologischen Beeinträchtigungen erreicht werden kann, sofern alle Verbesserungsmaßnahmen ausgeführt sind, die keine negativen Auswirkungen auf spezifizierte Nutzungen nach Art 4 (3) WRRL haben. Im Rahmen der von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) geförderten Projekte Bewertung von HMWB/AWB-Fließgewässern und Ableitung des HÖP/GÖP (LFP O 3.10 und Praxistest) wurde eine Verfahrensempfehlung/Handbuch zur HMWB-Bewertung erarbeitet (LAWA 2015). Die vom AN geforderte und im Folgenden beschriebene Bearbeitung orientiert sich an dem in LAWA 2015 beschriebenen Verfahren einschließlich der fiBS spezifischen Hinweise in Anlage 7.1 (siehe Literaturverzeichnis). Des Weiteren gelten die grundlegenden Vorgaben zur Ableitung fischfaunistischer Referenzen gemäß fiBS Handbuch (AK Fische 2025; Kap 3). Demnach umfasst die Bearbeitung folgende Schritte: Schritt 1: Bildung von Fallgruppen Schritt 2: Ermittlung der fischrelevanten Belastungen im HÖP Schritt 3: Ableitung der fischfaunistischen Referenz für das HÖP durch Abgleich mit den Habitatansprüchen der bewertungsrelevanten Fischarten Schritt 4: Überprüfung fiBS-spezifischer Hinweise Schritt 5: Plausibilisierung anhand aktueller Datensätze Schritt 6: Zusammenfassung Bearbeitungszeitraum: Leistungsbeginn zum 01.12.2025 spätestensjedoch mit Zuschlagserteilung. Vier Monate ab vollständiger Bereitstellung aller unter bereitgestellte Daten genannten Informationen durch den AG. Maximaler Finanzrahmen von 200.000 Euro Brutto. Angebote die diese Wertobergrenze überschreiten werden vom Verfahren ausgeschlossen. Genauere Angaben siehe hierzu Ergänzung zur Angebotsaufforderung und im Leistungsverzeichnis. Ort der Leistung: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Rheingaustrasse 186 65203 Wiesbaden.
6. Losaufteilung: Losweise Vergabe: Nein Angebote sind möglich für: die Gesamtleistung.
7. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
8. Etwaige Bestimmungen über die Ausführungsfrist: Beginn der Ausführungsfrist: 01.12.2025 Ende der Ausführungsfrist: 31.03.2026 Bemerkung zur Ausführungsfrist: Bei den Datumsangaben handelt es sich um vorbehaltliche Termine. Nach Zuschlagserteilung muss die Leistung innerhalb von 4 Monaten bearbeitet und abgeschlossen sein.
9. Elektronische Adresse, unter der die Vergabeunterlagen abgerufen werden können oder die Bezeichnung und die Anschrift der Stelle, die die Vergabeunterlagen abgibt oder bei der sie eingesehen werden können: unter (URL:) vergabe.hessen.de/NetServer/TenderingProcedureDetails Weitere Auskünfte erteilen/erteilt Siehe oben Stelle zur Anforderung der Vergabeunterlagen: Siehe oben Anschrift der Stelle, bei der die Vergabeunterlagen eingesehen werden können: Siehe oben.
10. Ablauf der Angebots- und Bindefrist: Angebote sind einzureichen bis: 06.11.2025 12:00 Ablauf der Bindefrist: 01.12.2025.
11. Höhe der etwa geforderten Sicherheitsleistungen:.
12. Wesentliche Zahlungsbedingungen: Zahlungen erfolgen gemäß § 17 VOL/B.
13. Ggf. mit dem Angebot vorzulegende Unterlagen zur Eignungsprüfung des Bewerbers: - Eigenerklärung zur Eignung für Liefer- und Dienstleistungen (u.a. Vorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 und 124 GWB i.V.m. § 31 UVgO, Insolvenzverfahren) - Referenzliste: Der AN muss mindestens bereits drei durchgeführte Aufträge mit Anwendung des fiBS-Bewertungsverfahrens in den letzten sechs Jahren nachweisen können. Dies ist in Form einer Liste überprüfbarer Referenzen mit Nennung des Auftraggebers anzugeben. Für jede Referenzangabe sind folgende Angaben jeweils in einem eigenständigen Dokument (Referenzblatt) auf einer eigenen Anlage des Bieters zu machen: Art und Umfang der Leistung, Auftragsvolumen in (netto), Empfänger (öffentliche und/oder private Empfänger) der Leistung, Ansprechpartner, Telefon, E-Mail-Adresse, Erbringungszeitpunkt Fachliche Qualifikation: Der AN muss durch qualifizierte Fortbildung oder einschlägige Erfahrung über vertiefte Kenntnisse im fischbasierten Bewertungssystem (fiBS) verfügen. Mit dem Angebot sind geeignete Nachweise (Zertifikate über die Teilnahme an Fortbildungen, Nachweise über den Kenntniserwerb während des Studiums, o.Ä.) zur Erfahrung mit fiBS vorzulegen.
14. Angabe der Zuschlagskriterien: Der niedrigste Preis Nein Wirtschaftlich günstigstes Angebot in Bezug auf die nachstehenden Kriterien: 1 Preis (60%), 2 Fachliche Qualifikation (40%)