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Titel

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Geophysikalische Untersuchungen und Dokumentation an Grundwassermessstellen in den Landkreisen Havelland, Potsdam-Mittelmark und Potsdam

Vergabeverfahren

Verfahren zur Vor-Information
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabestelle

Landesamt für Umwelt Land Brandenburg (LfU) Referat S6 Zentrale Vergabestelle
Seeburger Chaussee 2
14476 Potsdam OT Groß Glienicke

Ausführungsort

DE-14476 Potsdam

Frist

23.05.2026

Beschreibung

a) Landesamt für Umwelt Land Brandenburg (LfU)
Referat S6 - Zentrale Vergabestelle
Seeburger Chaussee 2
14476 Potsdam, OT Groß Glienicke
Telefon 033201442218
 

E-Mail: elisa.loericke@lfu.brandenburg.de
lfu.brandenburg.de
 

b) Art und Umfang der Leistung   1 VERANLASSUNG
  Basis für die ordnungsgemäße Ermittlung von korrekten Messwerten ist u. a. der fachgerechte Ausbau und die einwandfreie Funktionsfähigkeit der Grundwassermessstellen (GWM). Des Weiteren ist für den fachgerechten Rückbau von Grundwassermessstellen eine Beschaffenheitsaufnahme unabdingbar. Ziel der Untersuchungen ist es, eine aktuelle und systematische Zustandsanalyse der Funktion und des Ausbauzustandes von GWM durch geophysikalische Prüfverfahren zu erhalten. Mit den Methoden der Geophysik werden der Zustand der GWM, insbesondere die Dichtheit der Rohre und Rohrverbindungen, die fachgerechte Verfüllung des Ringraums, die Durchlässigkeit des Filterbereichs, die Befahrbarkeit sowie die Angaben aus Ausbauplänen und Schichtenverzeichnissen überprüft bzw. ergänzt. Die Funktionsprüfungen dienen der Qualitätssicherung von GWM, der Gewährleistung der Repräsentativität der Messergebnisse (Beschaffenheit und Wasserstand) sowie der Planung von Rückbauleistungen am Grundwassermessnetz.     2 LEISTUNGSGEGENSTAND
  Gegenstand der Leistung ist die Umsetzung und Dokumentation der geophysikalischen Untersuchungsmethoden an 17 Grundwassermessstellen verteilt auf 11 Standorte in den drei Landkreisen Havelland, Potsdam-Mittelmark und Potsdam. Zum Abschluss sind die Untersuchungen und deren Ergebnisse in einem Kurzbericht (inklusive Messdiagramm) zusammengefasst zu übergeben. An fünf der 17 zu untersuchenden GWM ist vor Durchführung der geophysikalischen Untersuchen die Befahrbarkeit bis zur Sohle durch Entsandung herzustellen. Für die Leistungsposition Entsanden wird ein Nebenangebot zugelassen. Eine geophysikalische Untersuchung zur Ausbaukontrolle soll an sechs Grundwassermessstellen durchgeführt werden. Zum Rückbau sind 11 GWM vorgesehen, die vorab geophysikalisch untersucht werden sollen. Aus dem Aufmaß in Tabelle 1 geht hervor welches Messverfahren je Messstelle eingesetzt werden soll. Kalkulatorische Grundlage ist der befahrbare Rohrstrang in Meter. An den Grundwassermessstellen, an denen die Ausbautiefen - durch vorhergehende Entsandung - hergestellt werden müssen, dienen die Ausbautiefen laut Stammdaten der Kalkulationsgrundlage. Die Schichtenverzeichnissen mit den Ausplänen sind Anlage 2 zu entnehmen. Am Ende der Maßnahme ist dem LfU ein abschließender Bericht zu übergeben, der für jede Messstelle folgendes beinhaltet: die Messergebnisse (Diagramme, Grafiken), eine Interpretation und Bewertung der Messergebnisse durch Geophysiker:innen oder Geolog:innen, eine Zustandsbewertung der Messstelle, sowie Empfehlungen zu ihrem Weiterbetrieb bzw. Handlungsempfehlung zum Rückbau. Der Bericht ist in digitaler Form (PDF-Format) zu übergeben.     3 MESSVERFAHREN
  Alle Messstellen sollen durch folgende geophysikalische Messverfahren überprüft werden:     - Kaliber-Log
  - Neutron-Neutron-Log
  - Gamma-Gamma-Dichte-Log bzw. Dichte-Ringraum-Scanner-Log
  - Segmentiertes Gamma-Ray-Log   An Messstellen, welche zum Rückbau vorgesehen sind, soll zusätzlich eine Untersuchung mittels elektromagnetischem Wanddicken-Log (EMDS) stattfinden, sowie eine TV-Sondierungen mittels Brunnenkamera durchgeführt werden. An den neu abgeteuften GWM soll zusätzlich eine Untersuchung mittels Induktions-Log sowie fokussiertes Elektro-Log durchgeführt werden. Eine genaue Auflistung mit welchem Messverfahren die jeweilige Grundwassermessstelle untersucht werden soll wird bei der Angebotsabfrage mitgesendet.   4 BESCHREIBUNG DER STANDORTE
  4.1 Lage der Arbeitsgebiete und durchgeführte Dummytests
  Die Standortverteilung in Übersichtskarte und detailierten Karten sind Anlage 3 zu entnehmen. Die jeweiligen Koordinaten, der zur geophysikalischen Untersuchung vorgesehenen GWM sind in Tabelle 2 im UTM Zone 33N Standard (EPSG-Code: 25833) aufgelistet. Des Weiteren geht die Vor-Ort-Situation je Messstelle aus der Fotodokumentation in Anlage 4 hervor.     Dummytest
  Es wurden vorab an allen Grundwassermessstellen bis auf die Messstellen in Gortz und Michendorf ein Dummytest mit positivem Ergebnis durchgeführt. Der Dummy hat ein Außendurchmesser von 44 mm. Bei den beiden Messstellen in Gortz werden vor der geophysikalischen Untersuchung die Rohrstränge obertägig durch das LfU gekürzt, da im oberen Bereich der Messstellenrohre durch Korrosion Löcher entstanden sind, die in weiterer Folge zu einer Verringerung des Rohrdurchmessers geführt haben. Im Anschluss an die Kürzung wird ein Dummytest im UP durchgeführt (der OP ist mit dieser Ausschreibung zur Entsandung ausgeschrieben).     4.2 Erstellung und Umsetzung - verkehrsrechtliche Anordnung nach StVO und RSA
  Nach derzeitigem Kenntnisstand ist das Einholen einer verkehrsrechtlichen Genehmigung an keinem Standort erforderlich.     4.3 Nutzungs- und Betretungsgenehmigungen
  Nutzungs- und Betretungsgenehmigungen für die jeweiligen Flurstücke - auf denen die Arbeiten stattfinden - sind durch eingetragene Dienstbarkeiten in den Grundbüchern bzw. durch einen Gestattungsvertrag gesichert.     5 ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ
  Nach derzeitigem Kenntnisstand ergeben sich keine Anhaltspunkte oder Hinweise auf mögliche Gefahren durch bestehende Boden- oder Grundwasserkontaminationen auf den Standorten. Insofern sind diesbezüglich keine besonderen, zusätzlichen Schutzmaßnahmen vorzusehen. Die seitens des AN für die Arbeiten eingesetzten Mitarbeiter sind jedoch vor Beginn der Arbeiten hinsichtlich des einzuhaltenden Arbeits- und Gesundheitsschutzes für die durchzuführenden Tätigkeiten (inkl. der Maschinenbedienung) zu belehren. Des Weiteren sorgt der AN für die Organisation und Errichtung einer Sicherung am Standortbereich für den Zeitraum der Arbeiten. Der Einsatzort ist entsprechend den örtlichen Verhältnissen und den sich daraus ggf. ergebenden Vorschriften zu sichern. Die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften hat gemäß den Technischen Regeln für Arbeitsstätten zu erfolgen.     6 SONSTIGE HINWEISE ZUR ANGEBOTSERSTELLUNG
  Nach Abschluss der Arbeiten sind die Standorte vollständig zu räumen und der ursprüngliche Zustand des Geländes wiederherzustellen. In der zu untersuchenden Messstelle 36451957 - Stahnsdorf 1/2024 befindet sich ein Datenlogger. Der Datenlogger ist vor Messbeginn zu entnehmen, sachgerecht zu lagern und nach Abschluss der Messungen wieder fachgerecht einzusetzen. Der Zeitpunkt der Entnahme bzw. der Wiedereinsetzung ist zeitlich zu dokumentieren und dem LfU mitzuteilen. Die projektverantwortliche Person des LfU ist vom AN beim Auftreten von besonderen Ereignissen (z. B. Hindernisse im Messrohr, Kontaminationen in oder an der Grundwassermessstelle) zu informieren. Auftretender Mehraufwand und zusätzlichen Kosten sind der projektverantwortlichen Person sofort zu melden bzw. mit ihr abzustimmen.     7 GRUNDLAGEN UND REGELWERKE
  Als Voraussetzung für die Umsetzung des Auftrags gilt die Einhaltung sämtlicher Regeln der Technik aus den einschlägigen Richtlinien zur Untersuchung und Eignungsprüfung von Grundwassermessstellen (insbesondere das DVGW-Arbeitsblatt W 110:2019-05). Bei der Umsetzung der Leistungsposition Entsanden von Grundwassermessstellen ist das DVGW-Arbeitsblatt DVGW W 119:2024-08 einzuhalten.     Haupterfüllungsort
  Bezeichnung Landesamt für Umwelt
  Postanschrift Seeburger Chaussee 2
  Ort 14476 Potsdam OT Groß Glienicke
  Ergänzende / Abweichende Angaben Eine genaue Übersicht der Messstellen wird bei der Angebotsabfrage versendet.     Ausführungsfristen
  Zeitraum der Leistungserbringung
  Leistungsbeginn nach Auftragserteilung, Leistungsende 01.11.2026     Zusätzliche Angaben
  Wir wären potentiellen Bietern dankbar für Rückfragen/Hinweisen zum Leistungsgegenstand um in einem späteren Vergabeverfahren oder Direktauftrag die Leistungsbeschreibung erschöpfend und abschließend erstellen zu können. Bitte UVgO Ex ante Veröffentlichung (Binnenmarktrelevanz) gerne Ihre Interessensbekundung.   Bekanntmachungs-ID: CXP9YY4HNV4     Falls weitere Anpassungen erforderlich sind, lassen Sie es mich wissen!

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 202209 vom 23.04.2026