Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
HIM GmbH Bereich Altlastensanierung HIM-ASG Standort Stadtallendorf
Plausdorfer Weg 2
35260 Stadtallendorf
DE-35745 Herborn
05.06.2026
1. HIM GmbH, Bereich Altlastensanierung - HIM-ASG -
Waldstraße 11
64584 Biebesheim
Fax: +49 62588953322
E-Mail: torsten.nowak@him.de
2. Art der Vergabe: Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb gemäß UVgO.
3. Form, in der Teilnahmeanträge/Angebote einzureichen sind:
elektronisch
in Textform.
4. -.
5. Bezeichnung des Auftrags: ASG/08/281 Ingenieurleistungen zur Grundwassersanierung 09/26 bis 08/29 (zzgl. Option bis 08/30)
Vergabenummer/Aktenzeichen: HIM-ASG-2026-0014 Art des Auftrags: Dienstleistung Art und Umfang der Leistung: Ingenieur- und gutachterliche Leistungen zur Begleitung, Überwachung sowie bedarfsweisen Optimierung der laufenden Grundwassersanierung mit LHKW-Belastungen am Standort Herborn für den Zeitraum 09/26 bis 08/29, mit Option zur Verlängerung bis 08/2030.
Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens sind Ingenieur- und fachgutachterliche Leistungen zur Begleitung und Überwachung einer laufenden Sanierung von LHKW aus dem Grundwasser in Herborn, ehem. Textilreinigung Kartmann. - Einarbeitung in das bestehende Projekt und die Projektunterlagen inkl. Ortstermine, Zusammenfassen des Kenntnisstandes, Beurteilung der bisherigen Arbeiten im Hinblick auf erforderliche Optimierungsmaßnahmen,
- Überwachung des ordnungsgemäßen Betriebs der Grundwasseraufbereitungsanlage (GWRA) (Fremdüberwachung / Anlagenkontrollen),
- Koordination und bedarfsweise Anpassung der Grundwassersanierung (Ingenieurleistungen im Innen- und Außendienst),
- Veranlassung und Überwachung von Wartungs-, Reparatur- und Erweiterungsarbeiten,
- Konzeptionierung und fachgerechte Ausführung der Grundwassermonitoring-Untersuchungen inkl. Bestimmung von Feldparametern,
- Qualitätssicherung und Öffentlichkeitsarbeit,
- Überprüfung der Arbeitssicherheit inkl. sicherheitstechnischer Zustandskontrollen,
- Arbeitsschutzmaßnahmen im Zuge der Projektdurchführung,
- Datenmanagement (u.a. im Datenbanksystem der HIM-ASG GW-Manager),
- Beurteilung der Belastungssituation u.a. auf Basis der Vorgaben im Handbuch des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) Band 3 Teil 7,
- Bewertung und Dokumentation von Sanierungsfortschritt und Sanierungsbetrieb sowie Ausarbeitung von Empfehlungen für das weitere Vorgehen,
- Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe von Betriebs- und Wartungsleistungen der GWRA,
- Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe von Mess- und Analyseleistungen im Rahmen des Sanierungsbetriebs der GWRA. Einzelheiten werden ausgewählte Bewerber zu einem späteren Zeitpunkt der Aufgabenbeschreibung entnehmen können.
Produktschlüssel (CPV): 71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros Ort der Leistung: 35745 Herborn
NUTS-Code : DE722 Lahn-Dill-Kreis.
6. Unterteilung in Lose: nein.
7. Nebenangebote: Nebenangebote sind nicht zugelassen.
8. Ausführungsfrist:
Optionale Verlängerung um ein weiteres Jahr (01.09.2029 - 31.08.2030)
Beginn : 01.09.2026
Ende : 31.08.2029.
9. Bereitstellung/Anforderung der Teilnahmewettbewerbs-/Vergabeunterlagen
Teilnahmewettbewerbs-/Vergabeunterlagen werden elektronisch zur Verfügung gestellt unter: www.had.de/NetServer/TenderingProcedureDetails.
10. Ablauf der Teilnahmeantragsfrist: 05.06.2026 10:00 Uhr.
11. -.
12. Zahlungsbedingungen: Musteringenieurvertrag (wird ausgewählten Bewerbern nach Auswertung des Teilnahmewettbewerbs zur Verfügung gestellt).
13. Unterlagen zum Nachweis der Eignung:
Die Einreichung der Bewerbung hat zwingend unter Verwendung der vorgegebenen Bewerbungsformulare zu erfolgen.
Es ist der aktuelle Nachweis i.A. an § 44 Abs. 1 VgV über die Eintragung des Bewerbers in ein Berufs- oder Handelsregister vorzulegen sowie die Eigenerklärung zum Nachweis der Befähigung (Ingenieur oder Naturwissenschaftler mit Hochschulausbildung im Diplom-, Master- oder Bachelorstudiengang oder vergleichbar) der für die Durchführung der Aufgabe verantwortlichen Führungskräfte (Geschäftsführer, Prokurist) i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 6 VgV.
Die Bewerbungsunterlagen nennen die erforderlichen Angaben und Nachweise, die zur Bewertung der Eignung herangezogen werden. Die Angaben und Nachweise zu seiner wirtschaftlichen, finanziellen, technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit hat der Bewerber entsprechend den folgend genannten Kriterien zu erbringen. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
- Nachweis einer gültigen Berufshaftpflicht i.A. an § 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV, Deckungssumme mindestens 2,5 Mio. € für Personenschäden, 2,5 Mio. € für Sach- und Vermögensschäden sowie 2,5 Mio. € für Umweltschäden;
- Eigenerklärungen nach § 123 Abs. 1 und 4 GWB sowie § 124 Abs 1 und 2 GWB;
- Nachweis des Gesamtumsatzes des Bewerbers der letzten drei Jahre (2023, 2024, 2025) i.A. an § 45 Abs. 1 Nr. 1 VgV;
- Eigenerklärung gemäß dem gemeinsamen Runderlass Hessischer Ministerien Ausschluss der Bewerber wegen schwerer Verfehlungen, die ihre Zulässigkeit in Frage stellen (23.10.2020 veröffentl. im St.Anz. 48/2929, S. 1216);
- Eigenerklärung Russlandbezug. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit:
Liste der wesentlichen in den letzten 3 Jahren erbrachten (abgeschlossene oder noch laufende) Leistungen des Bewerbers mit Angabe des Erbringungszeitpunktes sowie der öffentlichen oder privaten Empfänger (i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV). Als vergleichbar werden Referenzprojekte angesehen für:
a) Mindestens 1 Referenz im Bereich von Ingenieur- und fachgutachterlichen Leistungen (ohne Labor- und gewerbliche Leistungen) zur Begleitung und Überwachung einer Sanierung von LHKW im Grundwasser,
b) Mindestens 1 Referenz im Bereich von Ingenieur- und fachgutachterlichen Leistungen (ohne Labor- und gewerbliche Leistungen) zur Durchführung von Grundwassermonitorings.
Liste der wesentlichen in den letzten 3 Jahren erbrachten (abgeschlossene oder noch laufende) Leistungen der Projektleitung/stellvertretenden Projektleitung mit Angabe des Erbringungszeitpunktes sowie der öffentlichen oder privaten Empfänger (i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV). Als vergleichbar werden Referenzprojekte angesehen für:
c) Mindestens 1 Referenz im Bereich von Ingenieur- und fachgutachterlichen Leistungen (ohne Labor- und gewerbliche Leistungen) zur Begleitung und Überwachung einer Sanierung von LHKW im Grundwasser,
d) Mindestens 1 Referenz im Bereich von Ingenieur- und fachgutachterlichen Leistungen (ohne Labor- und gewerbliche Leistungen) zur Überwachung von Grundwassermonitorings.
Sofern nicht für jeden der Punkte a) bis d) jeweils mindestens eine Referenz vorgelegt werden kann, erfolgt der Ausschluss. Selbstauskunft zum Qualitätsmanagement (i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 3 VgV):
QM-System akkreditiert nach ISO 9001 oder eigenes QM-System und akkreditiert nach DIN ISO IEC 17025 für den Bereich Probenahme von Boden, Bodenluft und Grundwasser. Einer Akkreditierung nach DIN ISO IEC 17025 gleichwertig ist eine Anerkennung nach den jeweiligen Ländergesetzen und -verordnungen zur Anerkennung von Untersuchungsstellen nach § 18 BBodSchG bzw. eine öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen nach § 36 GewO, sofern diese einen entsprechenden Bestellungstenor besitzen.
Selbstauskunft zum Datenmanagement (i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 3 VgV).
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, i.A. an §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Im Fall von Bewerber-/Bietergemeinschaften haben jedes Mitglied der Bewerber-/Bietergemeinschaft die Bewerbungsunterlagen auszufüllen und vorzulegen. Bei Bewerber-/Bietergemeinschaften sind die geforderten Nachweise von jedem Mitglied zu führen.
Sofern der Einsatz von Nachunternehmern geplant ist, ist der entsprechende Bewerbungsbogen (Anlage 6) durch den Nachunternehmer vollständig (inkl. der geforderten Anlagen) auszufüllen und der Bewerbung beizufügen.
14. Zuschlagskriterien:
siehe Vergabeunterlagen.
15. Sonstige Informationen:
Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden:
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:
A) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Bewertungszahl 0 - 50
- Mindest-Gesamtumsatz der letzten 3 Jahre, Wichtung 10, Bewertungszahl 0 - 50
B) Technische Leistungsfähigkeit: Bewertungszahl 0 - 450:
- Liste der wesentlichen in den letzten 3 Jahren erbrachten (abgeschlossene oder noch laufende) Leistungen des Bewerbers mit Angabe des Erbringungszeitpunktes sowie der öffentlichen oder privaten Empfänger, Wichtung 40, Bewertungszahl 0-200;
- Liste der wesentlichen in den letzten 3 Jahren erbrachten (abgeschlossene oder noch laufende) Leistungen der Projektleitung/stellvertretenden Projektleitung mit Angabe des Erbringungszeitpunktes sowie der öffentlichen oder privaten Empfänger, Wichtung 30, Bewertungszahl 0-150;
- Beschreibung der Maßnahmen des Bewerbers zur Gewährleistung der Qualität seiner Arbeit. Wichtung 10, Bewertungszahl 0 - 50;
- Selbstauskunft zum Datenmanagement des Bewerbers, Wichtung 10, Bewertungszahl 0 -50. Angaben zur Verhandlung:
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen.
Ergeht eine Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Bieter wegen Nichtbeachtung der Vergabevorschriften ein Nachprüfungsverfahren nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang vor der Vergabekammer beantragen. Nach Ablauf der Frist ist der Antrag unzulässig. (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB).
Der Antrag ist auch unzulässig, soweit:
- der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichung des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat,
- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§160 Abs. 3 Nrn. 1 bis 3 GWB).
Die Unwirksamkeit eines Vertrages kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrages, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§135 Abs. 2 GWB).
GWB=Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Juni 2013 (BGBl. I S. 1750, 3245), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 9. April 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 98) geändert worden ist. Ich habe die Zeilenumbrüche innerhalb der Absätze entfernt und die Aufzählungen untereinander gelistet. Falls du weitere Anpassungen benötigst, lass es mich wissen!