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Titel

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Kartierung, Eingriffsbilanzierung, Artenschutzgutachten und FFH-Vorprüfung für Bauvorhaben

 

FFH-Vorprüfung für einen geplanten Radweg entlang einer ehemaligen Bahntrasse zwischen Gunsleben und Oschersleben (ca. 11,5 km). Bestandsaufnahme, Wirkfaktorenanalyse und Beeinträchtigungsprognose für das FFH-Gebiet Großes Bruch.

Vergabeverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabestelle

Verbandsgemeinde Westliche Börde
Marktstraße 7
39397 Gröningen

Ausführungsort

DE-39167 Eichenbarleben

Frist

30.07.2026

Beschreibung

Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach UVgO
Liefer- / Dienstleistungsauftrag.

1. Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)

a) Hauptauftraggeber (zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle)

Name: SALEG mbH als Treuhänder der Stadt Gröningen c/o Verbandsgemeinde Westliche Börde
Turmschanzenstraße 26
39114 Magdeburg
E-Mail: vergabe@saleg.de

b) Zuschlag erteilende Stelle
Wie Hauptauftraggeber siehe a).

2. Angaben zum Verfahren

a) Verfahrensart
Öffentliche Ausschreibung nach UVgO

b) Vertragsart
Liefer- / Dienstleistungsauftrag

c) Geschäftszeichen
FFH-Vorprüfung_Gröningen

3. Angaben zu Angeboten

a) Form der Angebote
elektronisch
ohne elektronische Signatur (Textform)
mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel
mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel

b) Fristen
Ablauf der Angebotsfrist
30.07.2026 - 10:30 Uhr
Ablauf der Bindefrist
30.09.2026

c) Sprache
deutsch.

4. Angaben zu Vergabeunterlagen

a) Vertraulichkeit
Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=874568

b) Zugriff auf die Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt

c) Zuständige Stelle
Hauptauftraggeber siehe 1.a)

d) Anforderungsfrist
30.07.2026 - 10:30 Uhr

5. Angaben zur Leistung

a) Art und Umfang der Leistung
Die Gemeinde am Großen Bruch sowie die Stadt Oschersleben planen den Neubau eines Radweges entlang der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Gunsleben, Neuwegersleben und Oschersleben. Ziel ist es, die angrenzenden Regionen sowohl für den touristischen Radverkehr als auch für den Alltagsverkehr besser miteinander zu vernetzen. Gleichzeitig sollen sichere Wege für Spaziergänger sowie für Kinder und Jugendliche geschaffen werden.

Im Zuge der Genehmigungsplanung ist eine Vorprüfung zur FFH-Verträglichkeit erforderlich. Auf eine Variantenuntersuchung für die Linienführung wurde verzichtet, da die vorhandene Trasse der ehemaligen Bahnstecke den Verlauf des zukünftigen Radweges vorgibt. Der Radweg soll in Betonbauweise mit 2,5% Quergefälle und einer Breite von 2,50 m auf einer Gesamtstrecke von ca. 11,5 km hergestellt wer-den. Die zu kartierende und zu bewertende Bahntrasse liegt zu Teilen im Bereich des Großen Bruch bei Wulferstedt (FFH0043). Dieses FFH-Gebiet liegt westlich von Oschersleben direkt in der Westlichen Börde. Es erstreckt sich beidseitig des Großen Bruch-Grabens.

FFH-Vorprüfung

  • Beschreibung des Vorhabens & Wirkfaktoren: Detaillierte Darstellung der Baumaßnahmen (z.B. Flächenversiegelung, Rodungen, Bodenabtrag) sowie der späteren Nutzung (Lärm, Störung durch Radfahrer, eventuelle Beleuchtung).
  • Bestandsaufnahme & Erhaltungsziele: Identifikation der im Gebiet vorkommen-den Lebensraumtypen (LRT) und Arten (gemäß Anhang I und II der FFH-Richtlinie), für die das Gebiet gemeldet wurde.
  • Prognose der Beeinträchtigungen: Analyse, ob die Wirkfaktoren zu einem dauerhaften Verlust von Lebensräumen oder zur erheblichen Störung geschützter Ar-ten (z. B. Fledermäuse in Tunneln/Brücken oder Vögel in Bahndammgehölzen) führen.
  • Prüfung von Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen: Erarbeitung von Lösungen, um Schäden zu verhindern, wie z.B. Bauzeitenbeschränkungen, Ver-zicht auf Beleuchtung oder spezielle Leitsysteme für Tiere.
  • Kumulationsprüfung: Untersuchung, ob das Projekt zusammen mit anderen Plänen oder Projekten in der Umgebung

c) Ort der Leistungserbringung
Börde: Bahntrasse zwischen Gunsleben und Oschersleben.

7. Zulassung von Nebenangeboten
Nein.

8. Bestimmungen über die Ausführungsfrist
Die Leistungserbringung soll unmittelbar nach Auftragserteilung erfolgen. Die Auftragserteilung ist im August 2026 vorgesehen.

weitere voraussichtliche Projektmeilensteine:
Beginn der Untersuchungen 09/2026
Fertigstellung und Übergabe des Berichts 05/2027

10. Wesentliche Zahlungsbedingungen
Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B).

11. Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen

Nachweis Berufsstand nach § 31 UVgO des Büroinhabers
Namentliche Nennung des Büroinhabers und des Projektleiters sowie deren Qualifikation.
Nachweis der Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung gem. § 122 Abs. 2 Satz 1 GWB und § 44 VgV Abs. 1 (Berufs-/Handelsregister bzw. Gewerbeanmel-dung) oder Nachweis der Berufsqualifikation gem. § 44 VgV Abs. 2 des Büroinhabers / der Büroinhaberin oder einer Führungskraft.
Zugelassen ist, wer die Berufsbezeichnung „Landschaftsökologie", „Biologie", „Landschaftsplanung" oder vergleichbar tragen darf.

Darüber hinaus gilt als Nachweis der Qualifikation:
Nachweis eines berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses eines Studiums der Fachrichtung Verkehrsanlagenplanung, Landschaftsarchitektur oder des Bauingenieurwesens mit einer mindestens dreijährigen Berufserfahrung.

Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung für den Auftragsfall gem. § 33 UVgO in Anlehnung an § 45 Abs. 1 Satz 3 sowie Abs. 4 Satz 2 VgV.

  • Für Personenschäden
  • Für sonstige Schäden

Sollte eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung in der geforderten Höhe nicht vorliegen, ist als Nachweis auch die Bestätigung eines Versicherers ausreichend, dass dieser bereit ist, im Auftragsfall eine solche Versicherung abzuschließen.

Erklärung, aus der die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl des Unterneh-mens und die Zahl seiner Führungskräfte in den letzten drei Jahren ersichtlich ist gem. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV.
Das Büro gilt als geeignet, wenn die Zahl der Beschäftigten inklusive aller Vorgesetz-ten und Inhaber im Durchschnitt über die letzten drei Jahre mindestens 3 beträgt.

Angabe, welche Teile des Auftrages der Bieter unter Umständen als Unteraufträge zu vergeben beabsichtigt.
Nennung von einer Referenz der letzten 5 Jahre zu Leistungen der FFH-Vorprüfung
Erklärung des Bieters bzw. der Bietergemeinschaft, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen. Die Erklärung muss auch von vorgesehenen Nachunternehmern, jeweils für sich selbst abgegeben werden.

12. Zuschlagskriterien
Der Preis ist das einzige Zuschlagskriterium. Der Bieter mit dem günstigsten Preisangebot erhält den Zuschlag für die ausgeschriebenen Leistungen.

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 204271 vom 11.07.2026