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Gutachterliche Beurteilung der Gefährdungssituation an der Nordböschung

 

Gutachterliche Risikobeurteilung der Nordböschung am Schlabendorfer See (Brandenburg) zur Bewertung von Schwallwellengefährdungen durch mögliche Rutschungsereignisse als Entscheidungsgrundlage für eine touristische Freigabe des Nordufers.

Vergabeverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabestelle

LMBV Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH Vergabestelle Einkauf Mitteldeutschland
Knappenstraße 1
01968 Senftenberg

Ausführungsort

DE-01968 Senftenberg

Frist

09.07.2026

Beschreibung

LMBV-BeKÖ-Ing
Öffentliche Ausschreibung nach § 28 (2) UVgO
Nationale Bekanntmachung;
Vergabe-Nr.: 2610081609

1. Zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle, den Zuschlag erteilende Stelle sowie Stelle, bei der die Angebote einzureichen sind

1.1) Zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle
Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH
Vergabestelle: Einkauf Lausitz, Knappenstraße 1, 01968 Senftenberg
Tel.: 03573 84-4478
Fax.: 03573 84-4643
E-Mail.: Ingmar.Hoffmann@lmbv.de

1.2) Zuschlag erteilende Stelle
wie unter 1.1)

1.3 Stelle, bei der die Angebote einzureichen sind:
wie unter 1.1)

2. Verfahrensart: Öffentliche Ausschreibung, UVgO;
Vergabe-Nr.: 2610081609.

3. Form der Angebote
Angebote können abgegeben werden:
elektronisch in Textform.
Weitere Informationen zur elektronischen Angebotsabgabe siehe Vergabeunterlagen Formblatt 631-(UVgO Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes) Pkt. 7 und 9.3.

4. Herunterladen der Vergabeunterlagen
siehe Nr. 9

5. Art, Umfang sowie Ort der Leistung (z.B. Empfangs- oder Montagestelle)
Ort der Leistung: Bundesland Brandenburg, Landkreis Dahme-Spreewald, Restloch 14/15 (Schlabendorfer See)
Titel der Leistung: Gutachterliche Beurteilung der Gefährdungssituation für die Nordböschung des Restloches 14/15 (Schlabendorfer See) mit Blick auf die Freigabe zur touristischen Nutzung
Art und Umfang der Im LMBV-Nordraum wurden in den vergangenen Jahren Wind-Wellen-
Leistung:

Gutachten für diverse Tagebaurestgewässer erarbeitet, so unter anderem auch für das Restloch (RL) 14/15. In diesem Zusammenhang wurden zudem Berechnungen zum Auftreten von Schwallwellen, ausgelöst durch ein etwaiges Rutschungsereignis am kippenseitigen Südufer des Gewässers und deren Auswirkungen auf das (aktuell widerrechtlich) frequentierte Nordufer vorgenommen. Anlass für diese Berechnungen waren Stellungnahmen, des zuständigen Sachverständigen für Geotechnik. Aufgrund der in diesen Stellungnahmen thematisierten Gefährdungen durch Schwallwellen wurde für das Nordufer des RL 14/15 ein Sperrbereich ausgewiesen und daraus folgend die öffentliche Nutzung untersagt. Die aktuellen Schwallwellenberechnungen mit Hilfe neuester Modellansätze haben die Annahmen des Sachverständigen bestätigt, für die LMBV gilt es nun, das Risiko des Eintretens dieser Ereignisse abzuschätzen bzw. zu beziffern, wie hoch das Risiko für Nutzer eines jeweiligen Uferabschnittes ist, sollte es zum Auftreten eines solchen Ereignisses kommen. Die LMBV beabsichtigt auf der Basis dieser Risikobewertung ggf. bestimmte Uferabschnitte für die öffentliche Nutzung freigeben zu können bzw. weitere Sanierungsarbeiten am RL 14/15 in Angriff zu nehmen.

Ziel der hiermit zu vergebenden Leistung ist die Erstellung einer Entscheidungsgrundlage zur Erforderlichkeit der Aufrechterhaltung des Sperrbereiches am Nordufer des RL 14/15 aufgrund einer dezidierten Risikoabwägung für die wichtigsten Rechtsgüter der öffentlichen Sicherheit (Leben, Gesundheit, größere Vermögensschäden).
Die Maßnahme steht unter Bergaufsicht.
Die Flächen, auf denen die Leistungen erbracht werden, befinden sich in grundbruch- und setzungsfließgefährdeten Bereichen.

6. Aufteilung in Lose:
nein

7. Nebenangebote
nicht zugelassen

8. Ausführungsfrist
01.09.2026 bis 31.03.2027

9. Anforderung der Vergabeunterlagen
Die Vergabeunterlagen können von unserem elektronischen Bieterportal einkauf.lmbv.de angefordert und heruntergeladen werden.
Anforderung ab:
Anforderung bis:
Online-Plattform: einkauf.lmbv.de
https://ava.lmbv.de/ava(bD1kZSZjPTEwMA==)/rfqvaa/FrameSets/SimpleDlg.htm?BLIB_VERSION=4.00.030_92~1&BLIB_USE_QM=&AVA_DLG_ID=Quot%2FQuotDlg&AVA_UI_TITLE_ID=50005058&QT_NO=0060027478&SECURITY_KEY=®PRFX=&IS_INTERNAL=

10. Angebots- und Bindefrist:
Angebotsfrist: 09.07.2026, 10:00 Uhr
Bindefrist: 07.08.2026

11. Geforderte Sicherheitsleistungen:
entfällt.

12. Wesentliche Zahlungsbedingungen:
gemäß Vergabeunterlage.

13. Zur Beurteilung der Eignung des Bewerbers verlangte Unterlagen:
Der Bieter hat mit dem Angebot zum Nachweis seiner Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit folgende Angaben (Eigenerklärung) gemäß § 33 UVgO zu machen:

  • Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
  • Umsatz der in den letzten 3 Jahren erbrachten vergleichbaren Leistungen
  • Fachliche Eignung
  • Qualifikation der vorgesehenen Mitarbeiter (projektbezogene Eignung)
  • Angaben zur technischen Leitung inkl. beruflicher Qualifikation und persönlicher Referenzen
  • die Zahl der in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte
  • mindestens eine Referenz zur Ausführung von Leistungen in den letzten fünf Jahren, gerechnet ab Tag der Bekanntmachung, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind
  • Eintragung in das Berufsregister des jeweiligen Staates oder andere Weise erlaubte Berufsausübung
  • keine Tatbestände nach § 31 Abs. 1 UVgO vorliegen; Insolvenzverfahren, in Liquidation befindlich, nachgewiesene schwere Verfehlungen, zur Zahlung der Steuern und Abgaben sowie SV-Beiträge und Unternehmen bei der Berufsgenossenschaft angemeldet ist, keine unzutreffenden Erklärungen in Bezug auf ihre Eignung abgegeben haben. Bieter, die ihren Sitz nicht in der Bundesrepublik Deutschland haben, haben an Stelle der Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft, eine Bescheinigung des für sie zuständigen Versicherungsträgers vorzulegen.
  • Kein Tatbestand gemäß § 21 des Gesetzes zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegal Beschäftigten vorliegt

Prüfbar ist die Referenz, wenn die Art der Leistung, der Ausführungszeitraum und der Auftraggeber enthalten sind.

Die Eignung kann auch durch eine direkt abrufbare Eintragung in der Liste der bundesweiten Präqualifikationsdatenbank für den Liefer- und Dienstleistungsbereich der DIHK e. V. nachgewiesen werden.
Das Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung für Liefer-/Dienstleistungen" ist den Vergabeunterlagen beigefügt und erhältlich unter einkauf.lmbv.de unter der betreffenden Vergabenummer.
Allgemeine Angabe des Wirtschaftsteilnehmers zur KMU: JA / NEIN (Kleinstunternehmen, kleineres Unternehmen oder mittleres Unternehmen <250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio Euro Jahresumsatz bzw. ≤ 43 Mio € Jahresbilanzsumme).

Sonstige Nachweise und Angaben zum Angebot:

  • Honorarermittlung für Zeithonorare (Fbl. LMBV-FDL-ING1)
  • Kalkulationsgrundlagen (auf Verlangen)
  • Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Fbl. 233)
  • Erklärung Bietergemeinschaft, soweit zutreffend (Fbl. 234)
  • Eignungsnachweise Nachunternehmer (auf Verlangen)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der zuständigen Krankenkassen mit Angabe der Zahl der gemeldeten Beschäftigten (auf Verlangen)

Folgende Sonstige Nachweise / Angaben des Bieters / Mitglieder der Bietergemeinschaft und Nachunternehmer (technische Spezifikationen, Umwelt eigenschaften, Prüfzeugnisse):
Mindeststandards der Eignungskriterien:

  • mindestens eine Referenz der Realisierung einer Risikoanalyse an einem Braunkohlentagebaurestgewässer innerhalb der letzten fünf Jahre, gerechnet vom Tag der Bekanntmachung
  • mindestens eine Referenz bezüglich bodenmechanischer Leistungen in Braunkohlentagebauen innerhalb der letzten fünf Jahre, gerechnet vom Tag der Bekanntmachung
  • mindestens eine Referenz für Ingenieurtätigkeiten in grundbruch- und setzungsfließgefährdeten Bereichen innerhalb der letzten fünf Jahre, gerechnet vom Tag der Bekanntmachung
  • Eigenerklärung, dass das Projektteam aus mindestens zwei Mitarbeitern mit folgenden Qualifikationen: Wissenschaftler einer deutschen Hochschule in der Fachrichtung Geowissenschaften, Geotechnik, Bergbau, Bauingenieurwesen oder artverwandt, welcher sich hauptberuflich mit geotechnischen Fragestellungen beschäftigt, besteht.

14. Zuschlagskriterien:
Preis¹
Weitere Hinweise:
Der Bieter unterliegt mit der Abgabe seines Angebotes auch den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote (§ 46 UVgO).
Das Angebot ist abzufassen in: deutsch.
Rechtsform von Bietergemeinschaften: Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter.

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 203850 vom 22.06.2026