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Untersuchung, Sanierungskonzept und Ausführungsplanung für ehemalige Zündhütchenfabrik

 

Gutachterliche Leistungen für eine ehemalige Zündhütchenfabrik in Leverkusen-Küppersteg: ergänzende Bodenuntersuchungen, Sanierungskonzept und Ausführungsplanung sowie optional Sanierung von ca. 17.700 m² Wohngebietsfläche mit Schwermetall- und Schadstoffbelastungen.

Vergabeverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabestelle

AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung Vergabestelle
Werksstraße 15
45527 Hattingen

Ausführungsort

DE-51373 Leverkusen

Frist

03.07.2026

Beschreibung

Auftragsbekanntmachung

Vergabe-Nr.: 7137-01-001 - Ehem. Zündhütchenfabrik in Leverkusen Kuppersteg
Bezeichnung des Verfahrens: Gutachterliche Leistungen zu ergänzenden Untersuchungen, Sanierungskonzept, Ausführungsplanung sowie optional zur Sanierung.

1. Art der Vergabe
Öffentliche Ausschreibung nach §9 UVgO.

2. Bezeichnung der zur Angebotsabgabe auffordernden Stelle
Bezeichnung
AAV-Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung
Ruhrhang 2, 45525 Hattingen
Kontaktstelle: Vergabestelle
Telefon-Nummer: +49 2324509427
E-Mail-Adresse: vergabestelle@aav-nrw.de
URL: https://www.aav-nrw.de

3. Bezeichnung der den Zuschlag erteilenden Stelle
☑ wie Ziffer 2

4. Bezeichnung der Stelle, bei der die Angebote einzureichen sind
Elektronische Angebote werden über den Vergabemarktplatz des Landes NRW eingereicht.

5. Form der Angebote
Zugelassen ist die Abgabe
☑ elektronischer Angebote ausschließlich unter www.evergabe.nrw.de

  • Elektronisch in Textform

6. Art und Umfang der Leistung sowie Ort der Leistungserbringung
Auf einer insgesamt rund 17.700 m² großen, mit Wohnhäusern bebauten Teilfläche einer ehemaligen Zündhütchenfabrik in Leverkusen-Küppersteg sind ergänzende Untersuchungen, die Erstellung eines Sanierungskonzepts und einer Ausführungsplanung sowie anschließende Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Das bebaute Areal gehörte zum westlichen Randbereich des ehemaligen Betriebsgeländes der „Rheinischen Sprengkapsel- und Zündhütchenfabrik" und wurde während der Betriebszeit lediglich als Lagerfläche genutzt. Aufgrund lokal erhöhter Gehalte an Quecksilber sowie untergeordnet an Blei, Arsen, polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und polychlorierten Biphenylen (PCB) ist eine Bodensanierung der Grünflächen zwischen den Wohnblöcken erforderlich.

71300000-1 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
71319000-7 Gutachterliche Tätigkeit
71330000-0 Verschiedene von Ingenieuren erbrachte Dienstleistungen
71356000-8 Dienstleistungen im technischen Bereich

Erfüllungsort
Ehem. Zündhütchenfabrik, Küppersteg, 51373 Leverkusen Küppersteg.

7. ggf. Anzahl, Größe und Art der einzelnen Lose
Der Auftrag wird nicht in Lose aufgeteilt.

8. ggf. Zulassung von Nebenangeboten
Nebenangebote sind nicht zugelassen.

9. etwaige Bestimmungen über die Ausführungsfrist
Der Zeitraum der Leistungserbringung bestimmt sich in Abhängigkeit vom Projektfortschritt, beginnt unmittelbar nach Zugang des Auftragsschreibens und dauert bis zum Abschluss der Maßnahme. Innerhalb von 3 Wochen nach Auftragserteilung ist der Entwurf des Untersuchungskonzeptes vorzulegen, der nach Rücksprache mit dem AG innerhalb von 2 Wochen zu finalisieren ist.

10. Elektronische Adresse, unter der die Vergabeunterlagen abgerufen werden können oder die Bezeichnung und die Anschrift der Stelle, die die Vergabeunterlagen abgibt oder bei der sie eingesehen werden können
Adresse zum elektronischen Abruf: https://www.evergabe.nrw.de/VMPSatellite/notice/CXPNYMND2YR/documents
Hinweise zu Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit sind den Nutzungsbedingungen des Vergabemarktplatzes NRW zu entnehmen

☑ Etwaige zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen:
Die vom Bieter erbetenen, personenbezogenen Angaben werden im Rahmen des Vergabeverfahrens verarbeitet und gespeichert. Diese Angaben sind Voraussetzung für die Berücksichtigung des Angebotes. Informationen zu der vom AAV (oder ggfs. durch den AAV beauftragte Dritte) durchgeführte Erhebung personenbezogener Daten sowie die dem Bieter in diesem Zusammenhang zustehenden Rechte sind dem VHB-NRW Formular 312a/322a (Information DSGVO) bei den Vergabeunterlagen zu entnehmen.

11. Ablauf der Angebotsfrist
03.07.2026 11:00 Uhr.

12. Ablauf der Bindefrist
03.10.2026.

13. Höhe geforderter Sicherheitsleistungen.

14. Wesentliche Zahlungsbedingungen oder Angabe der Unterlagen, in denen sie enthalten sind
Auf Anforderung des AN werden Abschlagszahlungen für die jeweils nachgewiesenen vertragsgemäßen Leistungen einschließlich Umsatzsteuer gewährt. Die Abschlagszahlungen erfolgen innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt einer entsprechenden Zahlungsanforderung und eines prüfbaren Nachweises. Die Schlusszahlung erfolgt innerhalb von 30 Tagen nach vollständiger und einwandfreier Erfüllung sämtlicher Leistungen und Erhalt einer prüffähigen Rechnung (einschl. der im Original beizufügenden Nachweise). Abschlagsrechnungen und die Schlussrechnung sind als solche zu bezeichnen und kumuliert aufzustellen. Abschlagsrechnungen sind fortlaufend zu nummerieren. Die LV-Positionen sind eindeutig zu benennen, da ansonsten die Rechnungen als nicht prüffähig zurückgewiesen werden.

15. Angabe der Eignungskriterien und der mit dem Angebot vorzulegenden Unterlagen zur Beurteilung der Eignung

☑ Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Die Auswahl der Bieter erfolgt auf Grundlage der zum Nachweis der Eignung geforderten Angaben, Erklärungen und Unterlagen zu den Ziffern III.2.2 (Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit) und III.2.3 (Technische Leistungsfähigkeit).

☑ wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit.
Folgende Mindestanforderungen sollen zum Nachweis der Eignung gestellt werden:

  • Nachweis einer Versicherung im geforderten Umfang - Haftpflichtversicherung für Sach-, Personen- und Vermögensschäden in Höhe von 2,0 Mio. EUR (2-fach maximiert) - Umweltschadenversicherung von 1,0 Mio. EUR (einfach maximiert)
  • Nachweis eines Jahresumsatzes der letzten 3 Jahre von mind. jeweils 500.000 EUR
  • Bei Bietergemeinschaften ist der geforderte Jahresumsatz der letzten 3 Jahre von mind. jeweils 500.000 EUR durch mindestens ein Mitglied der Bietergemeinschaft nachzuweisen.

☑ technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit.

  • Es sind mindestens zwei unternehmensbezogene Projektreferenzen zur Sanierungsuntersuchung (z.B. Handschürfe, Oberbodenprobenahmen, Berechnung Resorptionsverfügbarkeit etc.) sowie zu Sanierungsplanung und Sanierung von Bodenbelastungen innerhalb eines Wohngebiets mit Schwerpunkt auf dem Wirkungspfad Boden-Mensch vorzulegen, die in den letzten 5 Jahren (Zeitraum 01.05.2021 bis 30.04.2026) abgeschlossen wurden.
  • Durch den Projektleiter ist mindestens eine Projektreferenz zur Sanierungsuntersuchung/-planung und Durchführung von Bodensanierungsmaßnahmen innerhalb eines Wohngebiets mit Schwerpunkt auf dem Wirkungspfad Boden-Mensch einschließlich Öffentlichkeitsarbeit in Form von Anwohnerinformation vorzulegen, die in den letzten 5 Jahren (Zeitraum 01.05.2021 bis 30.04.2026) abgeschlossen wurde.
  • Von den Mitarbeitern im Projektteam, die die jeweiligen Leistungen erbringen sollen, sind folgende Nachweise zu erbringen:
  • Nachweis der Sachkunde gem. DGUV-Regel 101-004 "kontaminierte Bereiche" bzw. TRGS 524 oder vergleichbar
  • Nachweis der Eignung als Koordinator nach BaustellV gem. RAB 30
  • Zulassung als Sachverständiger nach § 18 BBodSchG
  • Nachweis der Sachkunde gem. LAGA Richtlinie PN 98
  • Alle Mitarbeiter im Projektteam müssen über die uneingeschränkte Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift verfügen.

☑ Sonstige
Bitte beachten Sie, dass Sie sich ohne Registrierung selbständig über Fragen und Antworten sowie über Änderungspakete informieren müssen. Ohne Ihre Registrierung können wir Sie mangels Kenntnis Ihrer Kontaktdaten nicht über die Änderungen informieren. Nur wenn Sie sich registrieren, werden Sie automatisch über jeglichen Änderungen per Mail informiert.

16. Angabe der Zuschlagskriterien
Folgende Kriterien

  1. Angebotspreis 35 %
  2. Schriftliches Bearbeitungskonzept 40 %
  3. Präsentation 25 %

Weitere Informationen zu den Kriterien:
Eine Präsentation des Angebotes durch das vom Bieter vorgesehene Projektteam ist zur Bewertung des Bieters zwingend erforderlich. Der persönliche Eindruck dient der Überprüfung, ob die für die Projektausführung vorgesehenen Personen über die Kompetenz und das Auftreten verfügen, um das Projekt eigenverantwortlich auszuführen. Weiterhin sollen Fragen beantwortet werden, die sich aus der Bewertung des vorgelegten Bearbeitungskonzeptes durch die fachlich Beteiligten ergeben. Für die Auftragsvergabe wurden daher die folgenden Zuschlagskriterien festgelegt, denen jeweils die genannte Gewichtung zugeordnet wurde:

  • Angebotspreis: 35 %
  • Schriftliches Bearbeitungskonzept: 40%
  • Präsentation: 25 %

Die Haupt- und Unterkriterien und deren Bewertungsmaßstäbe sind in der Bewertungsmatrix "Zuschlagskriterien" dargestellt, die den Bietern zur Verfügung gestellt wird. Im Rahmen des Angebotes soll der Bieter auf der Basis der zur Verfügung gestellten Unterlagen ein Bearbeitungskonzept für die Durchführung der ausgeschriebenen Aufgabenstellung erarbeiten. Das Bearbeitungskonzept soll folgende Punkte beinhalten:

  • Analyse der Randbedingungen und Problemstellungen des Projektes, Aufzeigen von Informationsdefiziten,
  • Zeitliche Strukturierung des Projektes,
  • Aspekte, die bei diesem spezifischen Projekt besonders zu berücksichtigen sind: Der Bieter soll eine Einschätzung der Problemstellungen des zu bearbeitenden Projektes vornehmen und seine darauf abgestimmte Vorgehensweise bei der Erbringung der zu vergebenden Dienstleistung darlegen. Er soll in geeigneter Weise schriftlich darstellen (nicht mehr als 3 Seiten), wie er das Projekt im Auftragsfall organisatorisch und zeitlich abwickeln will. Aufbauend auf der Projekteinschätzung sowie seinen Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten soll der Bieter dabei auch einbeziehen, wie die Sanierung der Flächen aus Sicht des Bieters unter Berücksichtigung der angrenzenden Wohnbebauung und des zu schützenden Altbaumbestandes auf den Sanierungsflächen am besten realisiert werden kann.
  • Geplante Projektorganisation mit namentlicher Benennung der vorgesehenen Mitarbeiter und deren Verantwortungsbereiche, deren berufliche Erfahrung sowie Vorgehen und Methodik zur Qualitätssicherung und Sicherstellung der Termin- und Kosteneinhaltung.

17. Berücksichtigung von Werkstätten für behinderte Menschen und Inklusionsbetriebe
Sofern das Angebot einer anerkannten Werkstätte für behinderte Menschen oder einer anerkannten Blindenwerkstätte oder diesen Einrichtungen vergleichbare Einrichtungen (nachfolgend bevorzugte Bieter) ebenso wirtschaftlich wie das ansonsten wirtschaftlichste Angebot eines insofern nicht bevorzugten Bieters ist, so wird dem bevorzugten Bieter der Zuschlag erteilt. Bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der Angebote wird der von den bevorzugten Bietern angebotene Preis mit einem Abschlag von 15 von Hundert berücksichtigt. Voraussetzung für die Berücksichtigung des Abschlags ist, dass die Herstellung der angebotenen Lieferungen zu einem wesentlichen Teil durch die bevorzugten Bieter erfolgt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Wertschöpfung durch ihre Beschäftigten mehr als 10 % des Nettowerts der zugekauften Waren beträgt.

18. Sonstiges
Rückfragen zu Ausschreibungen bzw. den Vergabeunterlagen können Unternehmen in schriftlicher Form über die auf dem Vergabemarktplatz eingerichtete Bieterkommunikation stellen. Eventuelle Aufklärungsgespräche werden ggf. in elektronischer Weise durchgeführt.¹ Wir empfehlen den Bietern das vorhandene Gelände in Augenschein zu nehmen. Ortsbesichtigungen sind in Absprache mit der Vergabestelle möglich. OT-Anfragen bitte über die Kommunikationsplattform des Vergabemarktplatzes.² Die Einladungen zum Präsentationstermin werden voraussichtlich in der 30. KW 2026 versandt. Der Präsentationstermin ist voraussichtlich in der 33. KW 2026.

Bekanntmachungs-ID: CXPNYMND2YR

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 203366 vom 04.06.2026