Zustandserfassung, Pflege- und Entwicklungsplanung für städtische Kompensationsflächen in Essen. Leistungen umfassen Biotoptypenkartierungen, GIS-Datenaufbereitung, Aktualisierung des Kompensationskatasters sowie Erstellung von Pflegeplänen mit Kostenschätzung gemäß HOAI.
31.10.2027
Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Essen
DE-45139 Essen
27.10.2026
Stadt Essen Eigenbetrieb Grün und Gruga FB 67 Vergabestelle
Lührmannstraße 82
45131 Essen
Telefon: +49 201 8867055
Email: vergabe@gge.essen.de
Auftragsbekanntmachung
Aktenzeichen: 59-3-1
Vergabe-Nr.: GV593126001
Bezeichnung des Verfahrens: Zustandserfassung, Pflege und Entwicklung der Kompensationsflächen.
1. Art der Vergabe
Verhandlungsvergabe nach § 12 Abs. 1 UVgO.
2. Bezeichnung der zur Angebotsabgabe auffordernden Stelle
Bezeichnung: Grün und Gruga
Postanschrift: Lührmannstraße 82, 45131 Essen
Kontaktstelle FB 67 - Vergabestelle
Zu Händen von Frau Lukasik
Fax +49 2018867058
Telefon +49 2018867107
E-Mail-Adresse: vergabe@gge.essen.de
Hauptadresse (URL): http://www.essen.de
3. Bezeichnung der den Zuschlag erteilenden Stelle
Wie Ziffer 2
4. Bezeichnung der Stelle, bei der die Teilnahmeanträge einzureichen sind
5. Form der Teilnahmeanträge
Zugelassen sind elektronische Teilnahmeanträge unter https://www.vergabe.metropoleruhr.de/VMPSatellite/notice/CXS0YYZDYYV3WLLG.
6. Art und Umfang der Leistung sowie Ort der Leistungserbringung
Art der Leistung:
Pflege- und Entwicklungsplan gemäß §§ 27,32 HOAI
Umfang der Leistung:
Das Umweltamt der Stadt Essen, Untere Naturschutzbehörde verwaltet und managt die Kompensations-flächen für Eingriffe in Natur und Landschaft. Darunter fallen sogenannte Ökokontoflächen, ebenso wie die Kompensationsflächen nach § 31 Landesnaturschutzgesetz sowie § 1a Bauleitplanung.
Kompensationsflächen sind geschützte Biotope, die behördlich angeordnet sind. Sie sind so lange wie der Eingriff währt zu unterhalten und zu pflegen. Die Verwaltung der Flächen erfolgt mittels GIS (QGIS - Geopackage) sowie einer Access - Datenbank.
Aus der Vergangenheit liegt in Teilen eine lückenhafte Dokumentation vor. Viele Flächen wurden zudem seit einigen Jahren nicht gepflegt. Die Pflege erfolgt bei einem Großteil der Flächen bisher sporadisch ohne konkrete Pflegeplanung. Dies soll nun entsprechend konzeptionell aufgearbeitet werden. Dazu be-darf es einer beschriebenen Bestandserfassung und Feststellung der erforderlichen Pflegemaßnahmen, inkl. Kostenschätzung. Darüber hinaus sollen die überarbeiteten Datensätze der Veröffentlichung des Kompen-sationskatasters (SCHUKO-App des LANUK sowie Internetauftritt der Stadt Essen) dienen. Letzteres veran-lasst der Auftraggeber selber.
Das Kataster muss überprüft, fortgeschrieben und ggf. angepasst werden. In dem Rahmen müssen die Kompensationsflächen durch Ortsbegehungen / Biotoptypenkartierungen auf ihren aktuellen Zustand hin überprüft und mit dem ehemals geplanten Zielzustand abgeglichen werden. Für die Flächen, die einen Pflegerückstand aufweisen oder ggf. nicht mehr existent sind, bedarf es einer Pflege- / Entwicklungspla-nung einschließlich Kostenschätzung. Ziel der Beauftragung ist es, den Datenbestand zu aktualisieren und einen Pflegeplan für die gesamte Flächenkulisse für die nächsten Jahre aufzustellen.
Die Leistungen sind im Wesentlichen in § 27 Leistungsbild Pflege- und Entwicklungsplan nach HOAI 2021 enthalten.
Hinzu kommen besondere Leistungen nach Anlage 9 HOAI 2021:
- Leistungen zur Vorbereitung und inhaltlichen Ergänzung:
- Verfahrensbegleitende Leistungen:
- Weitere besondere Leistungen bei landschaftsplanerischen Leistungen:
Weitere Einzelheiten sind den Anlagen zu entnehmen.
Erfüllungsort:
Stadtgebiet Essen, Kompensationsflächen, 45139 Essen.
7. ggf. Anzahl, Größe und Art der einzelnen Lose
Eine Aufteilung in Lose wird nicht vorgenommen.
8. ggf. Zulassung von Nebenangeboten
Nebenangebote werden nicht zugelassen.
9. etwaige Bestimmungen über die Ausführungsfrist
Lph 3 bis zum 31.10.2027
Lph 4 bis zum 31.12.2027.
10. Elektronische Adresse, unter der die Vergabeunterlagen abgerufen werden können oder die Bezeichung und die Anschrift der Stelle, die die Vergabeunterlagen abgibt oder bei der sie eingesehen werden können
Adresse zum elektronischen Abruf:
https://www.vergabe.metropoleruhr.de/VMPSatellite/notice/CXS0YYZDYYV3WLLG/documents
11. Ablauf der Teilnahmefrist
27.10.2026 10:00 Uhr.
12. Höhe geforderter Sicherheitsleistungen.
13. Wesentliche Zahlungsbedingungen oder Angabe der Unterlagen, in denen sie enthalten sind
Alle Zahlungen werden bargeldlos in Euro geleistet. Es erfolgen keine Vorauszahlungen.
14. Vorzulegenden Unterlagen
Mit dem Teilnahmeantrag vorzulegende Unterlagen
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit:
Bedingungen an die Auftragsausführung:
15. Angabe der Zuschlagskriterien
Wertungsmethode: Wirtschaftlich günstigstes Angebot gemäß der im Anschreiben oder den Vergabeunterlagen angegebenen Kriterien.
17. Sonstiges.
1. Anforderungen an den Einsatz elektronischer Mittel und Grundsätze der Kommunikation im Vergabeverfahren
1.1. Das Vergabeverfahren wird elektronisch in der vollständig webbasierten E-Vergabeplattform Vergabe.NRW/ Vergabemarktplatz durchgeführt und ist unter http://www.evergabe.nrw.de/VMPCenter/ und dem angeschlossenen Vergabemarktplatz http://www.vergabe.metropoleruhr.de im Internet erreichbar. Die Teilnahme und der Zugang zur Auftragsbekanntmachung und zu den Vergabeunterlagen sind für Bieter vollständig kostenfrei. Die freiwillige Registrierung wird bereits vor der Submission/ Angebotsöffnung erbeten.
1.2. Die Kommunikation, z.B. bei Bewerberfragen und deren Beantwortung, das Nachreichen von Nachweisen und Erklärungen, die Einstellung ergänzender Informationen wird ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz Metropole Ruhr geführt um die Unversehrtheit, die Vertraulichkeit und die Echtheit der Daten zu gewährleisten. Die von der Vergabestelle übermittelten Informationen werden direkt über die Oberfläche der E-Vergabeplattform bzw. dem virtuellen Projektraum zum Vergabeverfahren (z.B. Bekanntmachungen, Kommunikationsnachrichten) oder innerhalb der Plattform bzw. virtuellen Projekträume als Datei-Downloads kostenlos bereitgestellt (Vergabeunterlagen oder Anhänge zu Kommunikationsnachrichten). Die verwendeten Dateitypen und Dateiformate werden durch das Vergabeverfahren bzw. die Vergabestelle vorgegeben und können je nach Ausschreibungsgegenstand abweichen (z.B. GAEB-Dateien im Bereich von Bauleistungen).
2. Hinweise zu den Vergabeunterlagen/ Nachweisen
2.1. Mitteilung von Unklarheiten in den Vergabeunterlagen
Enthalten die Vergabeunterlagen nach Auffassung des Unternehmens Unklarheiten, Unvollständigkeiten oder Fehler, so hat es unverzüglich die Vergabestelle vor Angebotsabgabe in Textform darauf hinzuweisen.
2.2. Unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen
Angebote von Bietern, die sich im Zusammenhang mit diesem Vergabeverfahren an einer unzulässigen Wettbewerbsbeschränkung beteiligen, werden ausgeschlossen. Zur Bekämpfung von Wettbewerbsbeschränkungen hat der Bieter auf Verlangen Auskünfte darüber zu geben, ob und auf welche Art er wirtschaftlich und rechtlich mit Unternehmen verbunden ist.
2.3 Angebote
Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen. Alle Preise sind in Euro mit höchstens drei Nachkommastellen anzugeben. Die Preise (Einheitspreise, Pauschalpreise, Verrechnungssätze usw.) sind ohne Umsatzsteuer anzugeben. Der Umsatzsteuerbetrag ist unter Zugrundelegung des geltenden Steuersatzes am Schluss des Angebotes hinzuzufügen. Es werden nur Preisnachlässe gewertet, die ohne Bedingungen als Vomhundertsatz auf die Abrechnungssumme gewährt werden und an der im Angebotsschreiben - unter Pkt. 9a bezeichneten Stelle aufgeführt sind. Nicht zu wertende Preisnachlässe (Skonto etc.) bleiben Inhalt des Angebotes und werden im Fall der Auftragserteilung Vertragsinhalt.
Bei elektronischer Angebotsabgabe ist das Angebot entweder elektronisch in Textform gemäß § 126b BGB abzugeben
Elektronische Angebote und Teilnahmeanträge müssen verschlüsselt und ausschließlich über das Bietertool des VMP eingerecht werden. Über die Kommunikation - unverschlüsselt - eingegangene Angebote werden ausgeschlossen.
4. TVgG NRW
Die Vergabe des Auftrages richtet sich nach den Besonderen Vertragsbedingungen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen (BVB Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen)
5. Nebenangebote
Soweit an Nebenangebote Mindestanforderungen gestellt sind, müssen diese erfüllt werden; im Übrigen müssen sie im Vergleich zur Leistungsbeschreibung qualitativ und quantitativ gleichwertig sein. Die Erfüllung der Mindestanforderungen bzw. die Gleichwertigkeit ist mit Angebotsabgabe nachzuweisen.
6. Bietergemeinschaften
Die Bietergemeinschaft hat mit ihrem Angebot eine Erklärung aller Mitglieder in Textform abzugeben,
Siehe auch Bewerbungsbedingungen der Stadt Essen (liegt den Vergabeunterlagen dieser Ausschreibung unter Vergabeunterlagen - Anschreiben bei).
Frist zur Einreichung von Aufklärungsfragen: 22.10.2026
Teilnahmebedingungen
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung zu überprüfen:
Zugelassen werden zwei Projektleitende, die mindestens eine fachliche Qualifikation eines Bachelors in Landespflege, Landschaftsplanung/Landschaftsarchitektur, Raumplanung, Biologie oder vergleichbar nachweisen können. Mindestens eine Person muss festangestellt sein.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit zu überprüfen:
Mit dem Angebot sind Nachweise als Eigenerklärung, (Formblatt 124 oder inhaltlich gleichwertige eigene Angaben), die die Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Bieter belegen.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zur technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit zu überprüfen:
1. Mit dem Teilnahmeantrag muss durch Einreichung von 3 Referenzprojekten aus den letzten 5 Jahren mit einer Mindestgröße von 1 ha Projektgebiet nachgewiesen werden, dass der Bieter regelmäßig Biotoptypenkartierungen nach dem Biotopbewertungsverfahren des LANUK NRW (Verfahren für die Eingriffsregelung) durchführt. Neben der Projektbezeichnung und dem Jahr der Erfassung ist eine Übersichtskarte der Kartierung zu übersenden. Hinweis: Als Biotopbewertungsverfahren hat die Stadt Essen aktuell im März 2026 das LANUK Verfahren für die Eingriffsregelung eingeführt. Zuvor wurde das sogenannte Essener Modell angewandt, so dass beim Abgleich älterer Daten eine Transformation in das LANUK Verfahren erforderlich wird. Damit sollten beide Bewertungsverfahren geläufig sein. Detailkenntnisse und Bewertungen nach dem Essener Modell sind jedoch nicht erforderlich.
2. Mit dem Teilnahmeantrag muss zudem durch Einreichung von 3 Referenzprojekten aus den letzten 10 Jahren nachgewiesen werden, dass Kompensationsmaßnahmen im Rahmen von Projekten und Planungen konzipiert wurden und der Bieter demnach die Pflege von naturschutzfachlichen Maßnahmen anhand eines Zielbiotops entwickeln kann. Dies können die gleichen Referenzprojekte wie unter 1. sein. Auch hier gilt die Mindestgröße von 1 ha Projektgebiet; neben der Projektbezeichnung und dem Jahr der Erfassung sind aussagekräftige Projektunterlagen zu übersenden. Alle Projekte müssen jeweils einen finanziellen Umfang von mindestens 15.000 EUR gehabt haben. Alle Projekte müssen mit GIS bearbeitet / aufbereitet worden sein.
Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten. Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift: § 2 Abs. 1 ArchG
Juristische Personen müssen den Namen und die berufliche Qualifikation der Personen angeben, die für die Ausführung der betreffenden Dienstleistung verantwortlich sein sollen.
Bekanntmachungs-ID: CXS0YYZDYYV3WLLG