Ingenieur- und fachgutachterliche Leistungen zur Planung, Überwachung und Auswertung von Grundwassermonitoring-Maßnahmen an einem LHKW-kontaminierten Standort in Gießen, Laufzeit 01/2027–12/2029 mit Verlängerungsoption bis 12/2030.
Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
HIM GmbH
Waldstraße 11
64584 Biebesheim
DE-35390 Gießen
21.08.2026
Verhandlungsvergabe mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb (Liefer- / Dienstleistung)
HAD-Referenz-Nr.: 16/39152
Vergabenummer/Aktenzeichen: HIM-ASG-2026-0028.
1. Auftraggeber (Vergabestelle) / Zuschlagserteilung:
Offizielle Bezeichnung: HIM GmbH, Bereich Altlastensanierung - HIM-ASG -
Waldstraße 11
64584 Biebesheim
Deutschland (DE)
Telefon: +49 62588953715
Fax: +49 62588953322
E-Mail: michael.woisnitza@him.de
digitale Adresse (URL): www.him-asg.de
URL zur elektronischen Abgabe von Teilnahmeanträgen/Angeboten: http://www.had.de
2. Art der Vergabe: Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb gemäß UVgO.
3. Form, in der Teilnahmeanträge/Angebote einzureichen sind:
[x] elektronisch
[x] in Textform
[ ] mit fortgeschrittener/m Signatur/Siegel
[ ] mit qualifizierter/m Signatur/Siegel
[ ] schriftlich.
5. Bezeichnung des Auftrags: ASG/00/256 Ingenieurleistungen zum Grundwassermonitoring 01/27- 12/29 (Option 01/30-12/30
Vergabenummer/Aktenzeichen: HIM-ASG-2026-0028
Art des Auftrags: Dienstleistung
Art und Umfang der Leistung: Ingenieur-Planungs- und fachgutachterliche Leistungen zur Begleitung und Auswertung von Grundwassermonitoringmaßnahmen, im Zeitraum 01.01.2027 bis 31.12.2029 (mit Option zur Verlängerung vom 01.01.2030 bis 31.12.2030)
Das Sanierungsgebiet befindet sich am südwestlichen Rand des Stadtzentrums von Gießen in der Südanlage 26. Im so genannten FINA-Parkhaus wurde bis 1981 eine chemische Reinigung und bis 1993 eine Tankstelle betrieben. Der Zeitpunkt des Betriebsbeginns ist nicht bekannt. Die anfallenden Abwässer der chemischen Reinigung enthielten u. a. Tetrachlorethen (PER). Die in 1993/94 durchgeführten Untersuchungen ergaben sanierungswürdige Boden-, Bodenluft- und Grundwasserverunreinigungen durch LHKW aus Reinigungsprozessen bzw. MKW und BTEX aus dem Tankstellenbetrieb. Im Zeitraum 2003 bis 2023 wurde eine hydraulische Grundwassersanierung in der Tiefgarage des Parkhauses betrieben. Nach einer längeren Abschaltung des Sanierungsbetriebes (ab 08/2023) wurde, in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium, der Rekontaminationsversuch in eine MNA-Maßnahme mit begleitendem Grundwassermonitoring überführt. Die Sanierungsanlage wurde 12/2025 vollständig zurückgebaut. Zur Überwachung der Restbelastungen findet ein regelmäßiges Grundwassermonitoring, gem. dem mit dem Regierungspräsidium Gießen festgelegten Probenahmeprogramm, statt.
Bei den vergabegegenständlichen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um folgende Teilleistungen:
Einzelheiten werden ausgewählte Bewerber zu einem späteren Zeitpunkt der Aufgabenbeschreibung entnehmen können.
Produktschlüssel (CPV):
71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
Ort der Leistung: Gießen
NUTS-Code : DE721 Gießen, Landkreis.
6. Unterteilung in Lose: nein.
7. Nebenangebote: Nebenangebote sind nicht zugelassen.
8. Ausführungsfrist:
Optionale Verlängerung um ein weiteres Jahr (01.01-2030 - 31.12.2030)
Beginn : 01.01.2027
Ende : 31.12.2029.
9. Bereitstellung/Anforderung der Teilnahmewettbewerbs-/Vergabeunterlagen
Teilnahmewettbewerbs-/Vergabeunterlagen werden elektronisch zur Verfügung gestellt unter: https://www.had.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-19f6f1c6e7e-226ea4625257a18e
10. Ablauf der Teilnahmeantragsfrist: 21.08.2026 10:00 Uhr.
12. Zahlungsbedingungen: Musteringenieurvertrag (wird ausgewählten Bewerbern nach Auswertung der Teilnahmeanträge zur Verfügung gestellt).
13. Unterlagen zum Nachweis der Eignung: Die Einreichung der Bewerbung hat zwingend unter Verwendung der vorgegebenen Bewerbungsformulare zu erfolgen.
Es ist der aktuelle Nachweis i.A. an § 44 Abs. 1 VgV über die Eintragung des Bewerbers in ein Berufs- oder Handelsregister vorzulegen sowie die Eigenerklärung zum Nachweis der Befähigung (Ingenieur oder Naturwissenschaftler mit Hochschulausbildung im Diplom-, Master- oder Bachelorstudiengang oder vergleichbar) der für die Durchführung der Aufgabe verantwortlichen Führungskräfte (Geschäftsführer, Prokurist) i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 6 VgV.
Die Bewerbungsunterlagen nennen die erforderlichen Angaben und Nachweise, die zur Bewertung der Eignung herangezogen werden. Die Angaben und Nachweise zu seiner wirtschaftlichen, finanziellen, technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit hat der Bewerber entsprechend den folgend genannten Kriterien zu erbringen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, i.A. an §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit:
Liste der wesentlichen in den letzten 3 Jahren erbrachten (abgeschlossene oder noch laufende) Leistungen des Bewerbers mit Angabe des Erbringungszeitpunktes sowie der öffentlichen oder privaten Empfänger (i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV). Als vergleichbar werden Referenzprojekte angesehen für:
Liste der wesentlichen in den letzten 3 Jahren erbrachten (abgeschlossene oder noch laufende) Leistungen der Projektleitung mit Angabe des Erbringungszeitpunktes sowie der öffentlichen oder privaten Empfänger (i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV). Als vergleichbar werden Referenzprojekte angesehen für:
Sofern nicht für jeden der Punkte a) bis d) jeweils mindestens eine Referenz vorgelegt werden kann, erfolgt der Ausschluss.
Selbstauskunft zum Qualitätsmanagement (i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 3 VgV): QM-System akkreditiert nach ISO 9001 oder eigenes, nicht akkreditiertes QM-System (Einreichung Inhaltsverzeichnis QM-Handbuch).
Selbstauskunft zum Datenmanagement (i.A. an § 46 Abs. 3 Nr. 3 VgV).
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, i.A. an §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Im Fall von Bewerber-/Bietergemeinschaften haben jedes Mitglied der Bewerber-/Bietergemeinschaft die Bewerbungsunterlagen auszufüllen und vorzulegen. Bei Bewerber-/Bietergemeinschaften sind die geforderten Nachweise von jedem Mitglied zu führen.
Sofern der Einsatz von Nachunternehmern geplant ist, ist Anlage 6 durch den Nachunternehmer vollständig (inkl. der geforderten Anlagen) auszufüllen und der Bewerbung beizufügen.
14. Zuschlagskriterien
siehe Vergabeunterlagen.
15. Sonstige Informationen:
Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden:
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern
A) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Bewertungszahl 0 - 50
B) Technische Leistungsfähigkeit: Bewertungszahl 0 - 450:
Angaben zur Verhandlung:
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen.
Ergeht eine Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Bieter wegen Nichtbeachtung der Vergabevorschriften ein Nachprüfungsverfahren nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang vor der Vergabekammer beantragen. Nach Ablauf der Frist ist der Antrag unzulässig. (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB).
Der Antrag ist auch unzulässig, soweit:
Die Unwirksamkeit eines Vertrages kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrages, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union (§135 Abs. 2 GWB).
GWB=Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Juni 2013 (BGBl. I S. 1750, 3245), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 9. April 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 98) geändert worden ist.
nachr. HAD-Ref. : 16/39152
nachr. V-Nr/AKZ : HIM-ASG-2026-0028.
16. Weitere Anforderungen nach dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz: