Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung West
Bahnhofsplatz 1
56410 Montabaur
DE-56410 Montabaur
10.04.2026
1. Die Autobahn GmbH des Bundes - NL West
Bahnhofsplatz 1
56410 Montabaur
E-Mail: Vergabe.west@autobahn.de
Internet: www.autobahn.de
2. Verfahrensart (§ 8 UVgO):
Verfahrensart: Öffentliche Ausschreibung.
3. Angebote können abgegeben werden:
elektronisch in Textform
elektronisch mit fortgeschrittener Signatur
elektronisch mit qualifizierter Signatur
Anschrift zur Einreichung schriftlicher Angebote: -ENTFÄLLT- (es sind ausschließlich elektronische Angebote zugelassen).
4. Zugriff auf Vergabeunterlagen:
Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und die Informationen zum Zugriff auf die Vergabeunterlagen (§ 29 Abs. 3 UVgO).
5. Art und Umfang sowie Ort der Leistung:
Art der Leistung: Planung Kampfmittelerkundungsarbeiten
Menge und Umfang: Gemäß Auskunft des KMRD des Landes Hessen befindet sich der Abschnitt in einem Bombenabwurfgebiet. Für den gesamten Bereich der durchzuführenden Baumaßnahme besteht ein Kampfmittelverdacht bis zu einer Tiefe von 5 m unter Geländeoberkante von 1945 (Gefährdungsband). Gleiches gilt für alle nachkriegszeitlichen Anschüttungen, welche die GOK 1945 überdecken, da dort eine sekundäre Kampfmittelbelastung (Verschleppung von Kampfmitteln durch Bodenverlagerungen) nicht auszuschließen ist. Nach Vorgabe des KMRD des Landes Hessen ist für alle Baumaßnahmen betroffenen Flächen die Kampfmittelfreiheit im Vorfeld von Bodeneingriffen zu gewährleisten. Anlass und Ziel dieser Ausschreibung ist die Auswertung der erforderlichen Erkundungsarbeiten im Projektgebiet, das Aufstellen eines Räumkonzepts für Groß- und kleinkalibrige Munition, einer Leistungsbeschreibung und Leistungsverzeichnis sowie die kampfmitteltechnische Beratung während der Kampfmittelerkundungsarbeiten.
Ort der Leistung: A661 Endausbau Ostumgehung Frankfurt
Deutschland.
6. Losaufteilung:
Losweise Vergabe: Nein
Angebote sind möglich für: die Gesamtleistung.
7. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
8. Etwaige Bestimmungen über die Ausführungsfrist:
Beginn der Ausführungsfrist:
Ende der Ausführungsfrist: 31.12.2030
Bemerkung zur Ausführungsfrist.
9. Elektronische Adresse, unter der die Vergabeunterlagen abgerufen werden können oder die Bezeichnung und die Anschrift der Stelle, die die Vergabeunterlagen abgibt oder bei der sie eingesehen werden können:
unter (URL:) vergabe.autobahn.de/NetServer/PublicationControllerServlet
Stelle zur Anforderung der Vergabeunterlagen: Die Autobahn GmbH des Bundes - NL West
Bahnhofsplatz 1
56410 Montabaur
Deutschland
Internet-Adresse (URL):
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt Siehe oben
Anschrift der Stelle, bei der die Vergabeunterlagen eingesehen werden können:
Anschrift: Die Autobahn GmbH des Bundes - NL West
Bahnhofsplatz 1
56410 Montabaur
Deutschland.
10. Ablauf der Angebots- und Bindefrist:
Angebote sind einzureichen bis: 10.04.2026 10:00
Ablauf der Bindefrist: 29.05.2026.
11. Höhe der etwa geforderten Sicherheitsleistungen.
12. Wesentliche Zahlungsbedingungen:
Nach § 10 AVB F-StB 202.
13. Ggf. mit dem Angebot vorzulegende Unterlagen zur Eignungsprüfung des Bewerbers:
A) Ein Bieter ist vom Vergabeverfahren wegen Unzuverlässigkeit auszuschließen, wenn der Auftraggeber Kenntnis davon hat, dass eine Person, deren Verhalten dem Unternehmen zuzurechnen ist, rechtskräftig verurteilt worden ist.
A) § 129 des Strafgesetzbuches (StGB) (Bildung krimineller Vereinigungen)
B) § 261 StGB (Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte)
C) § 262 StGB (Betrug), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der EG oder gegen Haushalte richtet, die von der EG oder in ihrem Auftrag verwaltet werden
D) § 265 StGB (Subventionsbetrug), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der EG oder Haushalte richtet, die von der EG in ihrem Auftrag verwaltet werden
E) § 334 StGB (Bestechung), auch in Verbindung mit Artikel 2 des EU-Bestechungsgesetzes, Artikel 2§1 des Gesetzes zur Bekämpfung internationaler Bestechung, Artikel 7 Absatz 2 Nummer 10 des Vierten Strafrechtsänderungsgesetzes und §2 des Gesetzes über das Ruhen der Verfolgungsverjährung und die Gleichstellung der Richter und Bediensteten des Internationalen Strafgerichtshofes
F) Artikel 2 § 2 des Gesetzes zur Bekämpfung internationaler Bestechung (Bestechung ausländischer Abgeordneter im Zusammenhang mit internationalem Geschäftsverkehr)
G) § 370 der Abgabenord., auch i.V.m.§ 12 des Gesetzes zur Durchf. der gem. Marktorganisationen und der Direktzahlungen (MOG), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der EG oder gegen Haushalte richtet, die von der EG oder in ihrem Auftrag verwaltet werden.
Einem Verstoß gegen diese Vorschriften gleichgesetzt sind Verstöße gegen entsprechende Strafnormen anderer Staaten. Ein Verhalten einer rechtskräftig verurteilten Person ist einem Bewerber oder Bieter zuzurechnen, wenn sie für diesen Bewerber oder Bieter bei der Führung der Geschäfte selbst verantwortlich gehandelt hat oder ein Aufsichts- oder Organisationsverschulden gemäß § 130 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) dieser Person im Hinblick auf das Verhalten einer anderen für den Bewerber oder Bieter handelnden, rechtskräftig verurteilten Person vorliegt [§ 123 (1) Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 GWB sowie § 123 (4) Nr. 1 GWB].
- Angaben, ob ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzlich geregeltes Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt worden ist oder der Antrag mangels Masse abgelehnt wurde oder ein Insolvenzplan rechtskräftig bestätigt wurde, ob sich das Unternehmen in Liquidation befindet [§ 124 Abs. 2 GWB]
- dass der Bewerber nicht aufgrund eines rechtskräftigen Urteils aus Gründen bestraft worden ist, die seine berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt [§ 124 Abs. 3 GWB]
- dass nachweislich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit keine schweren Verfehlungen begangen wurden [§ 124 Abs. 3 GWB]
- dass die Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt wurde [§ 123 Abs. 4 GWB].
Mit dem Angebot einzureichen:
Eigenerklärung mit Angaben und Nachweisen,
- gem. Beschreibung der o. g. Ausschlussgründe
- dass sich das Unternehmen bei der Berufsgenossenschaft angemeldet hat.
- dass das Unternehmen zur Erbringung der Dienstleistung berechtigt ist und die Berufsqualifikation besitzt.
Die im Formblatt EIGENERKLÄRUNG ZUR EIGNUNG geforderten Erklärungen sind von jedem Bieter bzw. Mitglied einer Bietergemeinschaft abzugeben.
Mindeststandard:
Berufshaft- oder Betriebshaftpflichtversicherung für Personenschäden in Höhe von mindestens 2,0 Mio. € und für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) in Höhe von mindestens 2,0 Mio. €
Es ist zu bestätigen, dass die Maximierung mindestens das 2-fache der genannten Deckungssummen pro Jahr beträgt.
Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle:
Versicherungsnachweis bzw. Zusicherung der Berufshaft- oder Betriebshaftpflichtversicherung auf Abschluss oder auf Erhöhung der Versicherungssumme im Auftragsfall.
Benennung von vergleichbaren Referenzen aus dem Zeitraum der letzten fünf Jahre ab Veröffentlichungsdatum des Vergabeverfahrens.
Mindeststandard:
Die Referenzen sollen folgende Anforderungen erfüllen:
1. Planung von Kampfmittelräumung (AH KMR).
2. Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den Behörden auf dem Gebiet der projektbegleitenden Beratung zur Kampfmittelerkundung (z. B. Kampfmittelräumdienst, Bauämter, etc.), die Behörden sind aufzulisten.
Es ist mindestens 1 Referenz einzureichen, die die erste Anforderung erfüllt und es ist mindestens 1 Referenz einzureichen, die die zweite Anforderung erfüllt. Der Bieter kann auch nur eine Referenz einreichen, die alle zwei Anforderungen erfüllt.
Leistungsfähigkeit der Führungskräfte und technischen Fachkräfte, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen, inkl. berufliche Befähigung.
Ein Mitarbeiter für die Projektleitung, ein Mitarbeiter für die Stellv. Projektleitung und Verantwortlicher für die begleitenden Kampfmittelräumungsarbeiten benennen.
Es müssen mind. 2 Personen benannt werden.
Mindeststandard:
Für die Projektleitung und die stellv. Projektleitung:
- Abgeschl. Fach-/Hochschul- oder Uni-studium (Bachelor/Master/Dipl.-Ing.) im Bereich Bauingenieurwesen oder fachspezifische Ausbildung in einem relevanten Bereich (z. B. Geotechnik oder Kampfmittelräumdienst)
- min. 3 Jahre Berufserfahrung im Bereich der KME-Beratung oder Ausführung
Folgende Nachweise sind zusätzlich zu erbringen:
- Erlaubnis nach § 7 Sprengstoffgesetz (SprengG)
- Qualifikation des benannten Verantwortlichen für die begleitenden Kampfmittelräumungsarbeiten: Befähigungsschein gemäß § 20 Sprengstoffgesetz (SprengG) und Vorlage der Berechtigung als Sicherheits- und Gesundheitskoordinator.
14. Angabe der Zuschlagskriterien:
Der niedrigste Preis Ja.
15. Sonstiges:
Fortsetzung zu Punkt 13:
Der Bieter hat mit seinem Angebot die Berufserfahrung jeder benannten Person nachzuweisen. Der Bieter hat entsprechende Nachweise in Form von Studiennachweisen und einem formlosen Lebenslauf zu den angegebenen Personen mit dem Angebot einzureichen, aus dem sich die geforderte Berufserfahrung zweifelsfrei ergibt.
Wird einer der o.g. Mindeststandards nicht erfüllt, erfolgt ein Ausschluss des Bieters wegen fehlender Eignung. Falls weitere Anpassungen erforderlich sind, lass es mich wissen!