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Titel

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Softwarelösung für Bedarfserfassung und Datenmigration aus GIS, SAP und Fachsystemen

 

Kommunale Wasserwerke Leipzig suchen einen Dienstleister zur Einführung eines IT-gestützten Bedarfsregisters für Investitions- und Instandhaltungsplanung in Trinkwasser- und Abwassernetzen, inklusive Softwareimplementierung, Systemintegration (GIS, SAP) und Beratung. Laufzeit: 10/2026–09/2028.

Vergabeverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabestelle

Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH Bereich Beschaffung
Johannisgasse 7/9
04103 Leipzig

Ausführungsort

DE-04103 Leipzig

Frist

13.08.2026

Beschreibung

IT- und Beratungsleistungen UVgO

a) Auftraggeber (Vergabestelle): Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH, Bereich Beschaffung, Johannisgasse 7/ 9, 04103 Leipzig, E-Mail: yvonne.arnhold@l.de

b) Vergabeverfahren: Freihändige Vergabe. Vergabe-Nr.: 26-034-005

c) Art des Auftrags: Ausführung von IT- und Beratungsleistungen.

d) Ort der Ausführung: Trinkwasserversorgungsgebiet der Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH.

e) Art und Umfang der Leistung

Die Leipziger Wasserwerke beabsichtigen die Einführung eines zentralen, IT-gestützten Bedarfsregisters, ein zentrales Planungs- und Steuerungsinstrument, zur unternehmensweiten Planung und Steuerung von Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen in der Netzinfrastruktur (Trinkwasser- und Abwassernetze). Ein Bedarfsregister ist ein zentrales System zur Erfassung und Planung von Maßnahmen an Anlagen und Infrastruktur. Es sammelt alle relevanten Bedarfe wie Reparaturen, Erneuerungen oder Neubauten an einem Ort. Zu jedem Objekt werden wichtige Informationen wie Zustand, Alter, Nutzung und Risiken hinterlegt. Auf dieser Basis werden die einzelnen Maßnahmen bewertet. Anschließend erfolgt eine Priorisierung nach Dringlichkeit und Bedeutung. So wird klar, welche Maßnahmen zuerst umgesetzt werden müssen. Ein Bedarfsregister ermöglicht zudem die Bündelung einzelner Maßnahmen zu größeren Projekten. Darauf aufbauend wird eine mehrjährige Planung einschließlich Kosten erstellt. Dies schafft Transparenz und verbessert die Entscheidungsgrundlagen.

Das Versorgungsgebiet umfasst derzeit: ca. 2.400 km Trinkwassernetz mit rund 75.000 Leitungsabschnitten (Dimensionen DN 50 bis DN 1200) / ca. 2.300 km Abwassernetz mit rund 95.000 Haltungen (Dimensionen DN 200 bis Sonderprofile), ein durchschnittliches Netzalter von über 50 Jahren. Diese Größenordnung erfordert eine leistungsfähige, skalierbare und integrierte Softwarelösung.

Gegenstand des Auftrags ist die Auswahl sowie die anschließende Bereitstellung und Implementierung einer Softwarelösung einschließlich der erforderlichen Integrations- und Beratungsleistungen. Die zu erbringenden Leistungen umfassen insbesondere: Konzeption und Implementierung einer Softwarelösung zur zentralen Erfassung, Verwaltung und Fortschreibung von Bedarfen, Integration und Zusammenführung von Bestands-, Zustands- und Planungsdaten aus bestehenden IT- und Fachsystemen (u. a. GIS, SAP, Optnet, Kokas), Die angebotene Lösung muss eine entsprechende Schnittstelle zu Smallworld GIS, OptNet und KOKAS Daten aufweisen. Abbildung eines durch den Auftraggeber vorgegebenen Bewertungssystems zur einheitlichen Bewertung und Priorisierung von Maßnahmen auf Ebene einzelner Netzelemente/ Entwicklung von Funktionalitäten zur automatisierten Ableitung und Bündelung von Maßnahmen zu räumlich und fachlich zusammenhängenden Vorhaben einschließlich Kostenschätzung und mehrjähriger Planung, perspektivische Integration externer Infrastrukturbedarfe (z. B. anderer Versorgungsträger und kommunaler Maßnahmen) zur Unterstützung der Koordinierung / Bereitstellung von Auswertungs- und Visualisierungsfunktionen (tabellarisch und grafisch)/ Durchführung von Tests sowie Unterstützung der Abnahme und Produktivsetzung/ Dokumentation der Lösung und der implementierten Prozesse.

Die Umsetzung erfolgt stufenweise in mehreren aufeinander aufbauenden Projektphasen (insbesondere Datenintegration und Priorisierung, Maßnahmenplanung, Einbindung externer Bedarfe sowie funktionale Erweiterung). Der Auftraggeber behält sich eine abschnittsweise Beauftragung einzelner Phasen vor. Ziel des Vorhabens ist die Einführung eines skalierbaren und erweiterbaren Systems, das eine transparente, nachvollziehbare und prioritätsbasierte Planung ermöglicht sowie die effiziente Verwendung von finanziellen und personellen Ressourcen unterstützt. Die detaillierte Leistungsbeschreibung wird mit den Vergabeunterlagen zur Verfügung gestellt.

f) Ausführungsfrist: Voraussichtliche Laufzeit des Vertrags: 01.10. 2026 - 30.09.2028. Verlängerungsoption: ohne. Die genauen Ausführungstermine werden in den Vergabeunterlagen mitgeteilt.

g) Bereitstellung der Vergabeunterlagen: Die Vergabeunterlagen werden den geeigneten Bietern per Angebotsaufforderung per E-Mail zur Verfügung gestellt. Dazu erhalten die betreffenden Bewerber nach Wertung der Teilnahmeanträge eine Benachrichtigung per E-Mail.

h) Anschrift, an die die Teilnahmeanträge zu richten sind: Siehe a). Teilnahmeanträge sind per E-Mail einzureichen.

i) Frist zur Einreichung der Teilnahmeanträge: 13.08.2026.

j) Nachweise zur Eignung:

  1. Eigenerklärung zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes
  2. Unbedenklichkeitsbescheinigung der zuständigen Berufsgenossenschaft
  3. Unbedenklichkeitsbescheinigung einer gesetzlichen Krankenkasse
  4. Aktuelle Bestätigung eines bestehenden Haftpflichtversicherungsschutzes, mindestens für den Zeitraum der Realisierungszeit der ausgeschriebenen Leistung, mit Ausweisung der Deckungssummen für Personen- und Sachschäden. Es muss eine Deckungssumme von min. 3 Mio. EUR pauschal für Personen- und Sachschäden mit min. 2-facher Jahresmaximierung vereinbart sein. Dieser Versicherungsnachweis kann erbracht werden, durch: Vorlage der Versicherungspolice (Kopie) und Nachweis (Versicherungsbestätigung), dass die zur Wahrung des Versicherungsschutzes notwendige/n Prämienzahlung/en für die Vertragslaufzeit geleistet wurde/n oder einen Versicherungsnachweis für die gesamte Vertragslaufzeit, ohne Einschränkungen
  5. Nachweis über die Qualifikation der geplanten Projektmitarbeiter (mindestens vier): mindestens 3 Jahre Erfahrung als Dataanalyst oder vergleichbare Qualifikation im BI Kontext (abgeschlossenes Studium der Informatik oder vergleichbarem Studium)
  6. Umsatz des Unternehmens in den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2021 - 2025), aufgegliedert in Jahresscheiben; Mindestumsatz: 300.000,00 Euro/ p.a.
  7. Mindestens 3 Referenzen aus den letzten drei Jahren über die Einführung bzw. Implementierung von Softwarelösungen für Asset Management im Bereich der Ver- und Entsorgungswirtschaft, davon mindestens eine Referenz aus dem KRITS Umfeld. Die Referenzen müssen enthalten:
  • Leistungsumfang (Kurzbeschreibung des umgesetzten Projekts)
  • Netzgröße bzw. Anzahl der verwalteten Assets
  • Projektlaufzeit
  • Nachweis von Integration von Geoinformationssystemen (z. B. Smallworld GIS) / Assetmanagementsystemen und/ oder kaufmännischen Unternehmenssystemen (bspw. SAP)

Für die Referenzangaben ist das Formblatt auf den Folgeseiten dieses Dokumentes zu nutzen. 8. Nachweis eines gültigen Qualitätsmanagementsystems nach: DIN EN ISO 9001 / ISO 27001 / oder eines gleichwertigen Standards. Sämtliche Nachweise, Eigenerklärungen, Referenzen und Zertifikate sind mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.

k) Auskünfte zum Verfahren erteilt: siehe a). Bestätigung über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen des Mindestlohngesetzes (MiLoG), Name und Anschrift des Unternehmens / der Bietergemeinschaft: Hiermit erkläre/ n ich/ wir in Erfüllung des Gesetzes zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns (Mindestlohngesetz - MiLoG) vom 11. August 2014 (BGBl. I S. 1348) Folgendes: Der Bieter/ Auftragnehmer sichert dem Auftraggeber zu, dass er die gesetzlichen Regelungen des Mindestlohngesetzes (MiLoG) einhält, insbesondere während der Laufzeit des Vertrages und bei Durchführung eines jeden Einzelauftrages den von ihm eingesetzten Arbeitnehmern mindestens den jeweils geltenden gesetzlichen Mindestlohn nach § 1 Abs. 2 MiLoG zahlt.

  1. Der Bieter/ Auftragnehmer erbringt die von ihm geschuldete Leistung selbst. Die Beauftragung eines Nachunternehmers ist nur nach vorheriger Zustimmung des Auftraggebers erlaubt. In diesem Fall hat der Bieter/ Auftragnehmer den Nachunternehmer mittels einer vertraglichen Vereinbarung zu verpflichten, die geschuldete Leistung selbst zu erbringen und die gesetzlichen Anforderungen nach Ziff. 1 zu erfüllen bzw. bei Einsatz weiterer Nachunternehmer die Verpflichtungen ebenfalls vertraglich zu vereinbaren.
  2. Der Bieter/ Auftragnehmer weist auf Verlangen des Auftraggebers durch geeignete und aktuelle Unterlagen (Stundennachweise, anonymisierte Lohnabrechnungen und Mitarbeiterlisten) die Einhaltung des MiLoG nach.
  3. Der Bieter/ Auftragnehmer ist verpflichtet, die entsprechende Verpflichtung mit den von ihm beauftragten Nachunternehmen im Rahmen der Vertragsgestaltung sicherzustellen.
  4. Verstoßen der Bieter/ Auftragnehmer bzw. dessen Nachunternehmer gegen die Pflicht zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns und/ oder kommen der Bieter/ Auftragnehmer bzw. dessen Nachunternehmer schuldhaft der Pflicht zur Erteilung der erforderlichen Auskünfte innerhalb einer vom Auftraggeber gesetzten angemessenen Frist nicht nach, ist der Auftraggeber zur fristlosen Kündigung berechtigt. Darüber hinaus ist der Bieter/ Auftragnehmer bzw. dessen Nachunternehmer verpflichtet, für jeden Fall der Verletzung der übernommenen Pflichten aus Ziff. 1 bis 3 eine vom Auftraggeber im billigen Ermessen festzusetzende angemessene Vertragsstrafe zu zahlen, wobei die Höhe im Streitfall vom zuständigen Gericht überprüft werden kann.
  5. Der Bieter/ Auftragnehmer stellt den Auftraggeber von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung seiner Verpflichtung aus dem MiLoG oder aus der Verletzung der Verpflichtung von ihm beauftragter Nachunternehmer aus dem MiLoG beruhen.

Ort, Datum: Klicken oder tippen Sie hier, um Text einzugeben. Name der natürlichen Person, die die Erklärung abgibt (Bewerber/ Bewerbergemeinschaft oder Bieter/ Bietergemeinschaft). Klicken oder tippen Sie hier, um Text einzugeben. Name in Textform oder elektronische Signatur gem. Vorgaben des AG.

Referenzen: Bezeichnung der Referenz: Leistungsumfang (Kurzbeschreibung des umgesetzten Projekts) / Branche und Adresse des Auftraggebers / Projekt im KRITIS Umfeld: Ja / Nein. / Netzgröße bzw. Anzahl der verwalteten Assets / Integration von folgenden Geoinformationssystemen: Integration von folgenden Assetmanagementsystemen und/ oder kaufmännischen Unternehmenssystemen: Projektlaufzeit: Von: Bis: / Dieses Blatt ist für jede Referenz einzeln auszufüllen! Ausgewählte Projektdarstellungen (mit Angabe von technischen Daten, welche die Arbeit im Hinblick auf die Aufgabenstellung am besten charakterisieren, sind auf maximal 1 Seite (maximale Seitengröße DIN A 4) je Referenz zu beschränken.

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 204734 vom 01.08.2026