Vergebener Auftrag
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
ÖKOTOP GbR
Willy-Brandt-Straße 44/1
06110 Halle
DE-06116 Halle
38578-2023
Abschnitt I:
I.1) Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
Reideburger Straße 47
06116 Halle (Saale)
E-Mail: vergabestelle-FB4@lau.mlu.sachsen-anhalt.de
Internet: lau.sachsen-anhalt.de/landesamt-fuer-umweltschutz-sachsen-anhalt-lau/
I.2) Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.4) Art des öffentlichen Auftraggebers Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5) Haupttätigkeit(en) Umwelt
Abschnitt II: Gegenstand
II.1) Umfang der Beschaffung
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags: Auswirkungen invasiver Pflanzenarten gemäß IAS-VO 1143_2014 auf den LRT 3150 und dort vorkommende Amphibienarten - Identifizierung potenzieller Vorkommen des LRT 3150 und Erfassung von Amphibien im Raum Hohenmölsen Referenznummer der Bekanntmachung: 43.151/VV02-2/2022
II.1.2) CPV-Code Hauptteil 71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
II.1.3) Art des Auftrags Dienstleistungen
II.1.4) Kurze Beschreibung: Ziel der Leistung ist die Identifizierung und Auswahl potenzieller Vorkommen des FFH-Lebensraumtypen 3150 sowie weiterer schützenswerter Gewässer mittels GIS-Erkundung und die Erfassung von Amphibien im Bereich der Ortschaft Hohenmölsen im Jahr 2022.
II.1.6) Angaben zu den Losen Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7) Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.) Wert ohne MwSt.: 18.894,75 EUR
II.2) Beschreibung
II.2.1) Bezeichnung des Auftrags
II.2.2) Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3) Erfüllungsort NUTS-Code: DEE02 Hauptort der Ausführung: Raum Hohenmölsen
II.2.4) Beschreibung der Beschaffung: Das für die Untersuchungen vorgesehene Projektgebiet (im Folgenden UG) befindet sich im Bereich der Ortschaft Hohenmölsen im südlichen Teil Sachsen-Anhalts. Es umfasst eine Gesamtfläche von ca. 295,39 km2, was einer Fläche von ca. 2,3 vollen Messtischblättern entspricht. Teilleistung 1 Ziel der Teilleistung ist die Vorauswahl von durchschnittlich 25 Stillgewässern (Seen, Weiher, Tümpel, weitere Kleingewässer) je MTB, die grundsätzlich dem LRT 3150 oder einem schützenswerten Gewässertypen zugeordnet werden können. Die Vorauswahl soll mittels GIS-Erkundung erfolgen. Für das gesamte UG, welches einer Fläche von 2,3 vollen Messtischblättern entspricht, sind ca. 58 Gewässer auszuwählen. Die Ergebnisse sind dem, AG bis zum 31.05.2022 in Form einer shape-Datei vorzulegen. Teilleistung 2 An allen in Teilleistung 1 ermittelten Gewässern (im Durchschnitt 25 Gewässer je vollem MTB, insgesamt ca. 58 Gewässer) sind zwischen Ende März/Anfang April und Mitte Juni 2022 die Populationen der Amphibien zu erfassen. Dazu sind je Gewässer 3 Begehungen zur Hauptreproduktionszeit der relevanten Amphibienarten vorzusehen, wobei mindestens 2 Begehungen in der Dämmerung / nachts erfolgen müssen. An allen Gewässern mit Vorkommen von Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie sind die Erhaltungszustände gemäß den Bewertungsschemata nach BFN & BLAK (2017) zu bewerten und zu dokumentieren. Die Ergebnisse sind in Form eines schriftlichen Endberichtes, der u.a. auch eine MultiBaseCS-Datenbank enthält, bis zum 31.10.2022 am Sitz des AG vorzulegen.
II.2.5) Zuschlagskriterien Qualitätskriterium - Name: Fachliche Qualifikation und Erfahrungen / Gewichtung: 30 Qualitätskriterium - Name: Erfahrung in der Abwicklung vergleichbarer Projekte und organisatorische Vorgehensweise / Gewichtung: 10 Preis - Gewichtung: 60
II.2.11) Angaben zu Optionen Optionen: nein
II.2.13) Angaben zu Mitteln der Europäischen Union Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14) Zusätzliche Angaben Bitte beachten Sie, dass dass Verfahren ausschließlich elektronisch über die e-Vergabe-Plattform durchgeführt wird.
Abschnitt IV: Verfahren
IV.1) Beschreibung
IV.1.1) Verfahrensart Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle) Erläuterung: Vor dem Hintergrund der vorläufigen Haushaltsführung ist unklar, ob zu den Projektabschlüssen noch einmal Haushaltsmittel zur Finanzierung zur Verfügung stehen können. „Bezuschlagungsfähig“ wäre vor diesem Hintergrund das einzig eingegangene Angebot nicht. In zeitlicher Hinsicht stellt ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb kein interessengerechtes Vorgehen dar, da aufgrund der Natur des Auftragsgegenstands dem öffentlichen Auftraggeber die erforderliche Zeit schlicht nicht mehr zur Verfügung steht. Im Verfahren mit Teilnahmewettbewerb würde noch einmal über ein Monat verstreichen, ehe ein Zuschlag erteilt werden kann. Hinsichtlich des Auftragsgegenstands, der witterungs- und jahreszeitenabhängig ist, stellt dies eine nicht hinnehmbaren Verzögerung dar. Eine solche Verzögerung hätte zur Folge, dass wesentliche Teile der Leistung nicht mehr erbracht werden können (Erfassung frühlaichender Amphibienarten) und die Gesamtleistung nicht entsprechend den Vorgaben des öffentlichen Auftraggebers zu erfüllen wäre. Um eine fachgerechte und vollständige Leistungserbingung sicherstellen zu können, wäre ein Zuschlag im März zwingen notwendig. Die Alternative wäre, die Leistung gar nicht mehr auszuschreiben. Ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb bei Unterlassung des Teilnahmewettbewerbs kann nur durchgeführt, wenn ausschließlich mit den Bietern aus den vorangegangen Verfahren verhandelt wird. Nach rechnerischer Wertung der Ergebnisse liegen das eingegangene Angebot aber signifikant über der Auftragswertschätzung. Mit dem hier angedachten Vorgehen wird der Teilnahmewettbewerb nicht umgangen, da insgesamt 4 Unternehmen angeschrieben werden, im offenen Verfahren haben nur zwei Bieter ein Angebot abgegeben. Aufgrund hier maßgeblichen zeitlichen Komponente ist dieses Vorgehen hier zulässig. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass ein offenes Verfahren durchgeführt wurde und es zwar eine gewisse Anzahl an Teilnehmern letztlich aber nur zwei Bieter gab. Der Wettbewerb ist daher nach dem Ergebnis der Ausschreibung und ohne Zutun des öffentlichen Auftraggebers ohnehin bereits stark eingeschränkt. Mit dem angedachten Vorgehen gewinnt man Zeit, die für das Verfahren notwendig ist und schafft Wettbewerb. Um den Grundsätzen der Nicht-Diskriminierung, der Transparenz und des Wettbewerbs zu genügen, sollen daher auch die aktuellne Bieter mit in die Verfahren einbezogen werden.
IV.1.3) Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.6) Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8) Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA) Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2) Verwaltungsangaben
IV.2.1) Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2) Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
IV.2.4) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können
IV.2.8) Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9) Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation
Abschnitt V: Auftragsvergabe Auftrags-Nr.: 43.151/VV02-2/2022 Bezeichnung des Auftrags: Auswirkungen invasiver Pflanzenarten gemäß IAS-VO 1143_2014 auf den LRT 3150 und dort vorkommende Amphibienarten - Identifizierung potenzieller Vorkommen des LRT 3150 und Erfassung von Amphibien im Raum Hohenmölsen Ein Auftrag / Los wurde vergeben: ja
V.2) Auftragsvergabe
V.2.1) Tag des Vertragsabschlusses 25.03.2022
V.2.2) Angaben zu den Angeboten Anzahl der eingegangenen Angebote: 2 Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 2 Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0 Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0 Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 2 Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3) Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde ÖKOTOP GBR Willi-Brandt-Str. 44/1 Halle (Saale) 06110 Deutschland NUTS-Code: DEE02 Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4) Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.) Gesamtwert des Auftrags / Loses: 18.894,75 EUR
V.2.5) Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.3) Zusätzliche Angaben
VI.4) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt; Vergabekammern-Geschäftsstelle Ernst-Kamieth-Straße 2 Halle (Saale) 06112 Deutschland
VI.4.2) Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3) Einlegung von Rechtsbehelfen Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Ein Nachprüfungsverfahren ist gemäß § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Darüber hinaus wird auf die Rügeobliegenheiten gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1-3 GWB verwiesen.
VI.4.4) Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung Tag: 17.01.2023