Verfahren zur Vor-Information
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Stadt Guben Rechtsamt/Widerspruchsstelle/Vergabemanagement
Gasstraße 4
03172 Guben
DE-03172 Guben
17.04.2025
a) Stadt Guben
Gasstraße 4
03172 Guben
Telefon +49 35616871-1034
Fax +49 35616871-4000
E-Mail: Vergabe@guben.de
b) Planungsleistungen nach HOAI LP 3-8, Revitalisierung der Gewässerfläche im "Europark" in 03172 Guben Planungsleistungen nach HOAI LP 3-8, Revitalisierung der Gewässerfläche im "Europark" in 03172 Guben Gesamter Projektzeitraum: 01.01.2025 - 31.12.2028 Beschreibung der Ausgangssituation: Das Gewässer mit einer Größe von ca. 9.400 m² gilt als Erholungsgebiet der Stadt Guben. Kernmaßnahmen sind die grundsätzliche Entschlammung (Sedimententnahme) des Gewässers, die Erneuerung der Uferlinie auf Grundlage der derzeitigen Form und eine Neubepflanzung dieser. So soll eine Normalisierung der Fließgeschwindigkeit und die generelle Revitalisierung des Gewässers hergestellt werden. All jene Maßnahmen bilden einen unabdingbaren Beitrag zur Natürlichkeit des Gewässers und seiner Umgebung - die Gewässeraufwertung würde den gesamten Stadtpark qualitativ und quantitativ weiter erhöhen. Dies hat generelle Auswirkungen auf die Umsetzung der Ziele des Klimaschutzes. Die Entschlammung fördert in immensem Maße die Sicherung der biologischen Vielfalt. Dadurch normalisieren sich der Nährstoffgehalt im Wasser, ebenso wie die Fischbestände und deren Nahrungsgrundlage. Das Gleichgewicht des Gewässers kann wiederhergestellt und die Lebens- und Luftqualität immens erhöht werden. Ausgangslage und Problemstellung: Als ein Parkbereich mit Vorrang für den Naturschutz kann das Umfeld des Schwarzen Fließes im Bereich des Stadtparkes als Zentrum zwischen Ober- und Unterstadt der Stadt Guben angesprochen werden. Er gilt in seiner Funktion als Erholungsgebiet und "grüne Lunge" für die Einwohnerinnen und Einwohner der deutsch-polnischen Doppelstadt Guben-Gubins sowie für Besucherinnen und Besucher. Zeitgleich bildet er einen ungestörten Lebensraum für Wassergeflügel, Fische, Lurche und eine Vielzahl von Insekten. Das Gewässer stellt folglich eine äußerst schützenswerte Fläche dar, die jedoch im Laufe der Jahre diverse Problemlagen aufweist. Die Verringerung der Fließgeschwindigkeit im südlichen Schwanenteich führte zu sandbankartigen Ablagerungen mineralischen Sedimentes. Der Teich hat sich "verflacht". Nördlich der Insel hat sich ein hoher Anteil von organischem Material (Faulschlamm) auf der Gewässersohle abgesetzt. Der Zustand des Gewässers beschränkt die Speicherung von Kohlenstoff. Der Lebensraum für eine biologische Vielfalt ist dementsprechend enorm verringert. Eine Änderung dessen ist von Nöten, sodass sich der Beitrag zum aktiven Klimaschutz generieren lässt. Ziel: Zentrale Vorhabenziele sind die grundsätzliche Entschlammung (Sedimententnahme) des Gewässers und die Erneuerung der Uferlinie auf Grundlage der derzeitigen Form. So soll eine Normalisierung der Fließgeschwindigkeit und die generelle Revitalisierung des Gewässers hergestellt werden. Die vom Graben her feuchteversorgten Wiesenflächen lassen sich mit Frühjahrs- und Herbstgeophyten anreichern, um das Nahrungsangebot für die Tierwelt zu vergrößern und gleichzeitig das saisonale Blütenspektrum von naturnahen, wildnishaften Pflanzungen zu erweitern. Der Altbestand an Erlen und Pappeln kann Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter bieten - ebenso betrifft dies die Neupflanzungen an Bäumen (u.a. Sommer-Linden, Sumpf-Eichen), die aus Gründen gefällt werden müssen. Ergänzende Gehölzpflanzungen (u.a. Gemeine Hasel, Pfeifenstrauch) sollten vor allem die Strauchschicht verbessern und als Brut- u. Rückzugshabitate die Präsenz der Fauna stärken. Bestehende Uferbepflanzungen mit Schilfrohr oder Rohrkolben werden entnommen, geteilt und an diversen Standorten entlang des Gewässers erneut eingesetzt. Zusätzlich werden sie durch weitere einheimische Pflanzen wie Wasserlilien erweitert. Einerseits wird das Ufer dadurch stabilisiert, andererseits werden neue Lebensräume für Insekten, Amphibien und Fische gebildet. Neben den natürlichen Zu- und Abflüssen des Gewässers, welche permanenten Wasseraustausch gewährleisten, werden weitere biologische Filter integriert (Schwimmende Gärten). Die Implementierung von Wasserpflanzen (u.a. Wasserlilien, Grasblättriger Froschlöffel) wird auf natürliche Weise das Wasser reinigen und überflüssige Nährstoffe abbauen. Durch das Anlegen von Totholzstrukturen (Benjeshecken) u.a. auf der Insel im Gewässer, bestehend aus Teilen der gefällten Bäume im Sinne einer nachhaltigen Materialverwertung, werden neue Lebensraumstrukturen für verschiedene Tierarten geschaffen. Für einen verantwortungsvollen und naturvertraglichen Umgang mit dem Fließgewässer lässt sich die EU-Wasserrahmenrichtlinie 2000/60/EG (WRRL) heranziehen. Die Grabenabschnitte im Parkbereich sind in Breite, Tiefe und Böschungsausbildung vielfältig. Sie gestatten daher einer hohen Anzahl von wasserabhängigen Lebewesen, individuell vorteilhafte Biotope zu besiedeln. Dies sollte nicht durch eine einheitliche Uferausformung/-sicherung monotonisiert werden. Die alten Rasengitterplatten sollen als verborgener Schutz belassen und die zu regenerierende Uferlinie darüber etabliert werden. Diese Herangehensweise soll vor allem in stark durchwurzelten Uferabschnitten (z.B. die gesamte Insel) die "natürlich gewachsene" Ufersicherung erhalten und zu deutlich geringeren Zerstörungen der Gewässersohle im Rahmen einer Teichsanierung führen. Das Naturschutzareal lässt sich neben einer Teichentschlammung durch flankierende Maßnahmen, die die Lebensräume von Fischen, Lurchen, Insekten, Vögeln und Kleinsäugern stärken, weiter aufwerten. Das Projekt richtet sich sowohl an die gesamte deutsch-polnische Bürgerschaft als auch Gäste der Stadt Guben. Der zentral gelegene Europark ist die "grüne Lunge" der Stadt und gilt als Verbindung zwischen Ober- und Unterstadt. Damit dies weiterhin Bestand haben kann, muss eine Umsetzung des Projektes erfolgen. Nur so kann ein positives Naturerlebnis entlang des Gewässers erfolgen. Grundlegend ist dafür auch die generelle, öffentliche Zugänglichkeit des Areals. Der barrierefreie (keine Schließzeit, kein Eintrittspreis, keine Stufen oder Steigungen > 6%) und direkte Zugang zum Gewässer ist durch großzügige, ebene Flächen gewährleistet. Wichtige zusätzliche Maßnahmen: - Abstimmung Untere Naturschutzbehörde bzw. Naturschutzorganisationen - Vernetzung mit Gewässerschutzbeauftragten - Prüfung potenzieller Schadstoffe und Altlasten
c) Bezeichnung Stadt Guben Ort 03172 Guben
d) 14.05.2025 - 31.12.2027
e) Bitte reichen Sie bis spätestens zum 25.03.2025 um 23:59 Uhr eine kurze Vorstellung Ihres Unternehmens ein. Ihre Vorstellung können Sie an die Email: E-Mail: Vergabe@guben.de schicken. Es ist geplant, max. 5 Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Sollten Sie bis zum 03.04.2025 keine Aufforderung zur Angebotsabgabe bekommen, wurden Sie leider nicht berücksichtigt.