Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Landratsamt Mainz-Bingen Zentrale Vergabestelle
Georg-Rückert-Straße 11
55218 Ingelheim am Rhein
DE-55576 Badenheim
02.04.2026
1. Landratsamt Mainz-Bingen Zentrale Vergabestelle
Georg-Rückert-Straße 11
55218 Ingelheim am Rhein
E-Mail: mailto:sieper.tobias@mainz-bingen.de
2. Art der Vergabe:
Verhandlungsvergabe mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb
3. Vergabe- und Vertragsordnung:
UVgO
4. Art des Auftrags:
Dienstleistung
5. Auftragsgegenstand: Leistungsbeschreibung
6. Art der Leistung:
Ingenieur- und Planungsleistungen zum Umbau der Deponiesickerwasserreinigungsanlage (DSRA) und Rückbau der nicht mehr benötigten Anlagenteile Umfang der Leistung
Am Rande der Ortslage von Sprendlingen befindet sich die ehemalige Industriemülldeponie (eIMD) Sprendlingen. Die heute gesicherte Altlast entstand durch die Verfüllung einer stillgelegten Löss- und Tongrube mit vorwiegend Industrieabfällen. Nachdem sich die Abfallablagerungen auf die Qualität des Grundwassers ausgewirkt hatten, wurden in mehreren Schritten Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Der Erfolg der durchgeführten Maßnahmen wird an der Schadstoffsituation im Grundwasser im unmittelbaren Umfeld der Altlast und in der Ortslage überprüft. Über 100 Messstellen dienen zur Überwachung der Grundwasserqualität. Vor diesem Hintergrund ist es ein wesentliches Ziel, neben dem Erfassungssystem auch die vorhandene Deponiesickerwasserreinigungsanlage (DSRA) in Zukunft in einem optimalen, funktionssicheren und betriebswirtschaftlich sinnvollen Zustand zu halten und zu betreiben. Entsprechend ist die DSRA den sich ändernden Anforderungen anzupassen. Ingenieur-, Planungs- und fachgutachterliche Leistungen zum Umbau der DSRA inkl. Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe und Bauüberwachung. Bei der Planung und dem Umbau der DSRA ist der Rückbau nicht mehr benötigter Verfahrensstufen und die Einbindung vorhandener Stufen ins neue Verfahrenskonzept zu berücksichtigen. Ferner ist ein Prozessleitsystem einzurichten und die bestehenden Schaltschränke im Bedarfsfall auf Simatic S7 umzurüsten. - Leistungen in Anlehnung an die Leistungsphasen 1 bis 9, Teil 4, Abschnitt 2: Technische Gebäudeausrüstung, § 53 ff. der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI 2021),
- Objektüberwachung inkl. Fachbauüberwachung und örtliche Bauüberwachung,
- Arbeits- und Sicherheitsplan, Leistungen nach DGUV 101-004,
- Leistungen der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination, SIGE-Plan,
- Ferner ist die Betreuung eines 6-monatigen Einfahrbetriebs nach dem erfolgten Umbau der DSRA erforderlich. Einzelheiten können der Aufgabenbeschreibung entnommen werden.
7. Erfüllungsorte: Haupterfüllungsort
eIMD Sprendlingen Postanschrift
Badenheimer Straße 23-27 Ort
55576 Sprendlingen
8. Fristen: Bezeichnung
Datum, ggf. Uhrzeit Frist für den Antrag auf Teilnahme
02.04.2026 10:00 Uhr (Spätester) Versand der Aufforderung zur Angebotsabgabe
22.04.2026
9. Wertung: Wertungsmethode der Vergabe Wertungsmethode
Wirtschaftlich günstigstes Angebot gemäß der im Anschreiben oder den Vergabeunterlagen angegebenen Kriterien.
10. Nachweise / Bedingungen: Vom Unternehmen einzureichende Unterlagen
Keine Unterlagen einzureichen Auflagen zur persönlichen Lage Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung zu überprüfen
Die Einreichung der Bewerbung hat zwingend unter Verwendung der vorgegebenen Bewerbungsformulare zu erfolgen. Es ist der aktuelle Nachweis über die Eintragung des Bewerbers in ein Berufs- oder Handelsregister (nicht älter als 3 Monate) vorzulegen sowie der Nachweis der Befähigung zur Berufsausübung (Ingenieur oder Naturwissenschaftler mit Hochschulausbildung im Diplom-, Master- oder Bachelorstudiengang oder vergleichbar) der für die Durchführung der Aufgabe verantwortlichen Führungskräfte (Geschäftsführung, Prokurist, Projektleitung, stellvertretende Projektleitung). Die Bewerbungsunterlagen nennen die erforderlichen Angaben und Nachweise, die zur Bewertung der Eignung herangezogen werden. Die Angaben und Nachweise zu seiner wirtschaftlichen, finanziellen, technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit hat der Bewerber entsprechend den folgenden genannten Kriterien zu erbringen. Jedes Mitglied einer Bewerber-/Bietergemeinschaft und jedes Nachunternehmen haben ein eigenes Bewerbungsformular auszufüllen und einzureichen. Bei Bewerber-/Bietergemeinschaften sind die geforderten Nachweise von jedem Mitglied zu führen. Von Nachunternehmern sind die Angaben gemäß Anlage 7 zu den Teilnahmewettbewerbsunterlagen auszufüllen. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit zu überprüfen
Die Bewerbungsunterlagen nennen die erforderlichen Angaben und Nachweise, die zur Bewertung der Eignung herangezogen werden. - Nachweis einer gültigen Berufshaftpflicht, Deckungssumme mindestens 2,5 Mio EUR für Personenschäden sowie 2,5 Mio EUR für Sach- und Vermögensschäden;
- Eigenerklärungen nach § 123 Abs. 1 und 4 GWB sowie § 124 Abs 1 und 2 GWB;
- Nachweis des Gesamtumsatzes (netto) des Bewerbers der letzten drei Jahre (2023, 2024, 2025) Vorlage von Bilanzen oder Bilanzauszügen:
Die Nachweise sind der Bewerbung nicht beizufügen. Die Vergabestelle behält sich jedoch ausdrücklich vor, zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens die Nachweise zu verlangen. Im Übrigen sind für jeden Nachunternehmer sowie für den Bewerber bzw. sämtliche Mitglieder einer Bietergemeinschaft Erklärungen und Angaben zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit vorzulegen. Möglicherweise geforderte Mindeststandards:
Mindestgesamtumsatz der letzten 3 Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025): 400.000 EUR (netto) Jahresumsatz als Mittelwert der letzten drei Geschäftsjahre. Der Mindest-Gesamtumsatz wird bei Bewerber- und Bietergemeinschaften sowie Einsatz von Nachunternehmern summiert. Sofern der geforderte Mindest-Gesamtumsatz (siehe Bewertungsmatrix Eignungskriterien) nicht erreicht wird, erfolgt der Ausschluss. Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen. Jedes Mitglied einer Bewerber-/Bietergemeinschaft und jedes Nachunternehmens haben ein eigenes Bewerbungsformular auszufüllen. Bei Bewerber-/Bietergemeinschaften sind die geforderten Nachweise von jedem Mitglied zu führen. Gleiches gilt für Nachunternehmer. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zur technischen Leistungsfähigkeit zu überprüfen
Die Bewerbungsunterlagen nennen die erforderlichen Angaben und Nachweise, die zur Bewertung der Eignung herangezogen werden. - Nachweis nach DGUV 101-004, Anlage 6A (bisher BGR 128),
- Nachweis über den Zugriff auf einen Verfahrenstechnikingenieur (oder vergleichbar) mit mindestens 3 Jahren Berufserfahrung im Bereich Abwasserreinigung (oder vergleichbar). Liste der wesentlichen in den letzten fünf Jahren erbrachten (abgeschlossene oder noch laufende) Leistungen des Bewerbers mit Angabe des Wertes, des Erbringungszeitpunktes sowie der öffentlichen oder privaten Empfänger. Als vergleichbar werden Referenzprojekte angesehen für: a) Mindestens eine Referenz zu Ingenieurleistungen (ohne Labor- und gewerbliche Leistungen). Diese muss die Planung einer Abwasseraufbereitungsanlage über Aktivkohle mit stationären Adsorbern umfassen. Das Abwasser muss mindestens die organische Schadstoffgruppe der LHKW enthalten und von einer Altlast oder einer Deponie oder einem Altstandort oder einem Industriebetrieb stammen.
b) Mindestens eine Referenz im Bereich von Ingenieurleistungen (ohne Labor- und gewerbliche Leistungen). Diese muss die Planung einer Verfahrensstufe zur Entfernung von flüchtigen Sulfiden (z.B. ein Nassoxidationsverfahren) umfassen. Das Abwasser muss bei der Sicherung einer Altlast oder auf einer Deponie oder einem Altstandort oder einem Industriebetrieb anfallen. Die Referenz muss auch die Betreuung der Inbetriebnahme der Verfahrensstufe enthalten. Sofern nicht für jeden der Punkte a) und b) jeweils mindestens eine Referenz vorgelegt werden kann, erfolgt der Ausschluss. Liste der wesentlichen in den letzten fünf Jahren erbrachten (abgeschlossene oder noch laufende) Leistungen der Projektleitung oder stellvertretenden Projektleitung des Unternehmers mit Angabe des Wertes, des Erbringungszeitpunktes sowie der öffentlichen oder privaten Empfänger. Als vergleichbar werden Referenzprojekt angesehen für: c) Mindestens eine Referenz im Bereich von Ingenieurleistungen (ohne Labor- und gewerbliche Leistungen) im Zusammenhang mit einer Abwasseraufbereitungsanlage über Aktivkohle mit stationären Adsorbern umfassen. Das Abwasser muss von einer Altlast oder einer Deponie oder einem Altstandort oder einem Industriebetrieb stammen.
d) Mindestens eine Referenz im Bereich von Ingenieurleistungen (ohne Labor- und gewerbliche Leistungen). Diese muss die Planung einer Verfahrensstufe zur Entfernung von flüchtigen Sulfiden (z.B. ein Nassoxidationsverfahren) umfassen. Das Abwasser muss bei der Sicherung einer Altlast oder auf einer Deponie oder einem Altstandort oder einem Industriebetrieb anfallen. Die Referenz muss auch die Betreuung der Inbetriebnahme der Verfahrensstufe enthalten. Die Referenzen von Projektleitung und stellvertretender Projektleitung werden zusammengezählt, auch bei identischen Projekten. Auch können die gleichen Referenzprojekte sowohl vom Bewerber als auch von der Projektleitung/stellvertretenden Projektleitung angeführt werden. Sofern nicht für jeden der Punkte c) und d) jeweils mindestens eine Referenz vorgelegt werden kann, erfolgt der Ausschluss. Bei Bietergemeinschaften und dem Einsatz von Nachunternehmern werden die Referenzen addiert. Selbstauskunft zum Qualitätsmanagement: QM-System akkreditiert nach ISO 9001 oder eigenes QM-System. Möglicherweise geforderte Mindeststandards:
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u.a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen. Jedes Mitglied einer Bewerber-/Bietergemeinschaft hat ein eigenes Bewerbungsformular auszufüllen. Für Nachunternehmer gilt Anlage 7 zu den Teilnahmewettbewerbsunterlagen. Bei Bewerber-/Bietergemeinschaften sind die geforderten Nachweise von jedem Mitglied zu führen.
11. Sonstige Bedingungen: Sonstige Bedingungen
Die Bewerbungsunterlagen nennen die erforderlichen Angaben und Nachweise, die zur Bewertung der Eignung herangezogen werden. Vorlage einer Bietergemeinschaftserklärung in Textform für den Fall, dass eine solche gebildet wird. In dieser ist die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall zu erklären. Alle Mitglieder sind aufzuführen und der für die Durchführung bevollmächtigte Vertreter ist zu benennen. Es ist zu bestätigen, dass der bevollmächtigte Vertreter die Bieter gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt und alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften. Bei Bietergemeinschaften ist darzulegen, welches Unternehmen welche Leistungen durchführt. Sofern ein Einsatz von Nachunternehmern vorgesehen ist, sind die jeweiligen Unternehmen sowie die entsprechenden, auszuführenden Leistungen zu benennen. Für jeden Nachunternehmer ist Anlage 7 der Teilnahmewettbewerbsunterlagen ausgefüllt einzureichen. Wird eine Bietergemeinschaft gegründet, sind die Teilnahmewettbewerbsunterlagen von jedem Bieter der Gemeinschaft auszufüllen und einzureichen. Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
12. Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten:
Nein
13. Juristische Personen müssen die Namen und die berufliche Qualifikation der Personen angeben, die für die Ausführung der betreffenden Dienstleistung verantwortlich sein sollen:
Ja
14. Teilnahmeunterlagen: Bereitstellung der Teilnahmeunterlagen
15. Postalischer Versand:
Nein
16. Elektronisch:
Ja, mittels Vergabemarktplatz “rlp.vergabekommunal” URL zu den Auftragsunterlagen
https://rlp.vergabekommunal.de/Satellite/notice/CXS0Y59YTGZGLSE4/documents Zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen Teilnahmeanträge/Angebote Abgabe der Teilnahmeanträge Art der akzeptierten Teilnahmeanträge
Elektronisch in Textform URL zur Abgabe elektronischer Angebote / Teilnahmeanträge
https://rlp.vergabekommunal.de/Satellite/notice/CXS0Y59YTGZGLSE4
17. Zugriff auf Preisdokumente bis zur manuellen Freigabe während der Angebotsprüfung/-wertung sperren (Zwei-Umschlags-Verfahren):
Nein
18. Eingabemöglichkeiten zu Angebotspreisen für Unternehmen innerhalb des Bietertools sperren:
Nein
19. Besondere Anforderungen zu Unterauftragnehmern:
20. Nebenangebote: Nebenangebote
werden nicht zugelassen.
21. Verfahren/Sonstiges: Sonstige Informationen Sonstige Informationen für Bieter/Bewerber
Die Kriterien zum Nachweis der Eignung sind dieser Bekanntmachung unter Auflagen zur persönlichen Lage, wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sowie technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit zu entnehmen.
22. Nachprüfungsstelle:
Zentrale Vergabeprüfstelle - Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz Stiftsstraße 9; 55116 Mainz
Mail: E-Mail: vergabepruefstelle@mwvlw.rlp
Tel: 06131 16-2546, -2295 Bei Widersprüchen zu den Bewerbungsunterlagen ist die Bekanntmachung maßgeblich. Bekanntmachungs-ID
CXS0Y59YTGZGLSE4