Öffentliche Ausschreibung
Bauauftrag (VOB)
LMBV Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH
Knappenstraße 1
01968 Senftenberg
DE-03130 Felixsee
02.04.2026
a) Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH
Knappenstraße 1
01968 Senftenberg
Tel.: 03573 84-4287
Fax.: 03573 84-4643
E-Mail: mailto:Nadine.Karl@lmbv.de
Internet: https://einkauf.lmbv.de
b) Vergabeverfahren Öffentliche Ausschreibung, VOB/A
Vergabe-Nr.: 2601200107.
c) Angaben zum elektronischen Vergabeverfahren und zur Ver- und Entschlüsselung der Unterlagen
Zugelassene Angebotsabgabe:
☑ elektronisch in Textform.
☑ schriftlich
Weitere Informationen zur elektronischen Angebotsabgabe siehe Vergabeunterlagen Formblatt 211 “Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes” Pkt. 8 und 10.3.
Die Vergabeunterlagen können von unserem elektronischen Bieterportal angefordert und heruntergeladen werden.
d) Art des Auftrags
☑ Ausführung von Bauleistungen
☐ Planung und Ausführung von Bauleistungen
e) Ort der Ausführung
03130 Spremberg OT Terpe, Grundwasserreinigungsanlage Abproduktenhalde (APH) Terpe
f) Art und Umfang der Leistung, ggf. aufgeteilt nach Losen
Titel: Vorbereitende Maßnahmen zur Anlagenrevision GWRA Terpe
Beschreibung des Auftragsgegenstand: 1) Herstellung der Ver- und Entsorgungseinrichtungen (Strom-/ Wasseranschluss und Abwassertank) für die Containeranlage einschließlich folgender Leistungen:
- Herstellung Trinkwasserleitung von der Schnittstelle SWAZ bis zu den Endverbraucherstellen in den Containern und der GWRA.
- Herstellung eines Stromanschlusses für die Containeranlage (für Heizung, Klimatisierung und sonstige Verbrauchern, mind. 22 kW / 32 A zuzüglich Außensteckdosen 1 x 400V / 32 A, 3 x 230 V). Bei der Leitungsverlegung ist eine ausreichende Reserve (1x 32A) für spätere Verbraucher vorzusehen (z.B. für weitere Baumaßnahmen am Standort, Erweiterungen o.ä.). Die Zähleranschlussäule (ZAS) befindet sich im Eigentum der LMBV. Die Leitungsverlegung erfolgt von der vorhandenen ZAS neben der Trafostation MSp 4111 zur GWRA (ca. 120 m). In der ZAS ist bereits ein entsprechender freier Abgang vorhanden, der genutzt werden kann. Der vorhandene Stromanschluss mit einer Gesamtanschlussleistung von 66kW / 100 A wird bereits für die Stromversorgung der Brunnen 13-16 genutzt (11kW / 3x16A). Die verbleibende Anschlussleistung von 55kW / 80A kann für die Versorgung der Containeranlage genutzt werden.
- Herstellung GFK-Außenverteiler, Herstellung Stromanschluss vom Verteiler zu den Anschlüssen in den Containern.
- Errichtung eines unterirdischen Abwassertanks zur Abwasserentsorgung der Containeranlage (erdeingebauter „Plastiktank“ mit mind. 3 m³ Behälterinhalt frostsicher) einschließlich Anschluss an die Container und inkl. anfahrgeschütztem Absauganschluss/Tankatmung.
- Freilegung und Ausbau von 3 Altkabeln bzw. Altleitungen, die nicht mehr in Betrieb sind. 2) Errichtung Fläche zur temporären Annahme von Grundwasser aus dem Grundwasser-Monitoring einschließlich folgender Leistungen:
- Herstellung einer Aufstellfläche für IBC (Erweiterung vorh. Asphaltfläche um ca. 100 m²).
- Herstellung Anfahrschutz mit 2 Eckschutzbügeln für die IBC. 3) Errichtung einer Containeranlage mit Sozial- und Sanitärakt für Bauberatungen einschließlich Herstellung der erforderlichen Aufstellfläche einschließlich:
- Herstellung einer Aufstellfläche für die Containeranlage (Schotterfläche ca. 11 x 6 m).
- Lieferung, Abladen und fachgerechte Aufstellung einer Containeranlage mit Sozial-, Sanitärakt und Materialcontainer im Wesentlichen bestehend aus:
- 1 Sanitär-/WC-Container (20 Ft) für den Winterbetrieb geeignet, getrennt für Damen und Herren nutzbar mit darunterliegendem Fäkalientank und erforderlichen Wasser- und Abwasseranschluss, beheizt und be-/entlüftet.
- 1 Doppelcontainer (20 Ft) für Bauberatungen (für max. 10 Personen) für den Winterbetrieb geeignet, Küchenzeile, erforderlichen Wasser- und Abwasseranschluss, Steckdosen sowie Klimaanlage (geräuscharme Split-Klimaanlage mit separater Außen- und Inneneinheit und im oberen Raumbereich angeordneten Innengerät, fernbedienbar), Fenster mit Rollläden, inkl. Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder zur Beleuchtung des Zugangsbereiches zur Containeranlage und des Außenbereichs der GWRA.
- 1 Materialcontainer (20 Ft, mit Beleuchtung, Steckdosen, Frostsicherung und Zwangsbelüftung, inkl. Schwerlastregal).
- mit ebenerdigem Zugang / Antrittsbereiche zu dem Container/Messwarte gemäß ArbStättV.
- Erweiterung / Versetzen des Bestandszauns um die GWRA zur Integration der neuen Containeranlage in die Umzäunung.
- Herstellung Abstell- / Parkfläche für KFZ einschließlich Zufahrt (Schotter-Fläche ca. 250 m²). 4) Ertüchtigung des südwestlich der GWRA gelegenen Absetzbeckens zur Ablaufversickerung des gereinigten Grundwassers aus der GWRA einschließlich folgender Leistungen:
- Schilfschnitt nach Begutachtung und Freigabe durch die ökologische Baubegleitung der LMBV.
- Demontage und fachgerechte Zwischenlagerung Maschendrahtzaun (ca. 30 m) und Beckengeländer (ca. 50 m) zur Schaffung Baufreiheit, (Wiederherstellung Maschendrahtzaun und Beckengeländer nach Beendigung der Maßnahme) einschließlich Ausbesserung Korrosionsschutz.
- Beseitigung Wurzel / Wurzelstubben im Zaunbereich (abgetrennter/abgestorbener Baumrest/Heister).
- Reinigung des Absetzbeckens einschließlich Schlammentsorgung.
- Aufnahme/Zwischenlagerung der Betongittersteine im Böschungsbereich des Absetzbeckens.
- Entfernung des vorh. Wurzelwerks (Schilfwurzeln) bis 70 cm Tiefe im Böschungsbereich.
- Auffüllung des Wurzelwerkaushubs mit Austauschmaterial.
- Herstellung eines geeigneten Durchwurzelungsschutzes gegen erneuten Schilfbewuchs.
- Wiederherstellung des Böschungsbereiches des Absetzbeckens (Wiedereinbau Betongittersteine, Ergänzung von defekten Steinen).
- Austausch der Tauch-/Trennwand im Absetzbecken.
- Kontrolle und ggf. Revision des Ablauftrichters, des Begehungsstegs und des Absetzbeckengeländers.
- Kontrolle und ggf. Revision der Tor- und Zaunanlage des Absetzbeckens (ggf. nachrichten der Toranlage). 5) Nachrüstung Messsonden an den Versickerungsschächten VS4 und VS5 einschließlich folgender Leistungen:
- Nachrüstung von 2 Messsonden zur Wasserspiegelmessung in den Versickerungsschächten VS 4 und VS 5 einschließlich Signaleinbindung in das Prozessleitsystem der GWRA (die erforderlichen Steuerkabel zu den Sickerschächten VS 4 und VS 5 liegen an den beiden Sickerschächten bereits an). 6) Deklaration und Entsorgung
- Durchführung von Deklarationsuntersuchungen, sofern erforderlich.
- fachgerechte Entsorgung von Abfällen. Die Maßnahme steht unter Bergaufsicht: Ja
Für die Ausführung des Auftrags wird die VOB/B vereinbart. Der Auftraggeber behält sich eine Änderung der Leistungen gemäß den Regelungen der VOB/B vor.
g) Angaben über den Zweck der baulichen Anlage oder des Auftrags, wenn auch Planungsleistungen gefordert werden
Zweck der baulichen Anlage:
Zweck des Auftrags:
h) Aufteilung in Lose
nein
i) Ausführungsfristen
Beginn der Ausführung: 01.07.2026
Fertigstellung oder Dauer der Leistungen: 31.10.2026
4 Tage für die Regenerierungsarbeiten an den Versickerungsschächten und dem Absetzbecken
j) Nebenangebote
nicht zugelassen
k) mehrere Hauptangebote
nicht zugelassen
l) Bereitstellung/Anforderung der Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen werden elektronisch zur Verfügung gestellt unter:
Vergabeunterlagen a) Nachforderung
Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit Angebotsabgabe gefordert war, werden nachgefordert
m) entfällt
n) entfällt
o) Frist für den Eingang der Angebote und Bindefrist
Eingang Angebote: am 02.04.2026 um 09.00 Uhr
Bindefrist: am 04.05.2026
p) Adresse für elektronische Angebote
einkauf.lmbv.de
Anschrift für schriftliche Angebote:
Anschrift siehe a)
q) Sprache, in der die Angebote abgefasst sein müssen
Deutsch
r) Zuschlagskriterien
☑ siehe Vergabeunterlagen
☐ nachfolgende Zuschlagskriterien, ggf. einschließlich Gewichtung:
s) Eröffnungstermin
am: 02.04.2026, um 09.00 Uhr; Ort: Vergabestelle, siehe a).
Personen, die bei der Angebotseröffnung anwesend sein dürfen:
Bieter und ihre schriftlich Bevollmächtigten
t) Geforderte Sicherheiten
siehe Vergabeunterlagen.
u) Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Hinweise auf die maßgeblichen Vorschriften, in denen sie enthalten sind
Gemäß Vergabeunterlagen
v) Rechtsform der Anforderungen an Bietergemeinschaften
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter
w) Beurteilung der Eignung
Präqualifizierte Unternehmen führen den Nachweis der Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis). Bei Einsatz von Nachunternehmen ist auf gesondertes Verlangen nachzuweisen, dass diese präqualifiziert sind oder die Voraussetzung für die Präqualifikation erfüllen.
Nicht präqualifizierte Unternehmen haben als vorläufigen Nachweis der Eignung mit dem Angebot das ausgefüllte Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ vorzulegen. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind auf gesondertes Verlangen die Eigenerklärungen auch für diese abzugeben. Sind die Nachunternehmen präqualifiziert, reicht die Angabe der Nummer, unter der diese in der Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) geführt werden.
Gelangt das Angebot in die engere Wahl, sind die Eigenerklärungen (auch die der Nachunternehmen) auf gesondertes Verlangen durch Vorlage der in der „Eigenerklärung zur Eignung“ genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Bescheinigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen. Das Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ ist den Vergabeunterlagen beigefügt und erhältlich unter einkauf.lmbv.de unter der betreffenden Vergabenummer.
- Allgemeine Angabe des Wirtschaftsteilnehmers zur KMU: JA / NEIN (Kleinstunternehmen, kleineres Unternehmen oder mittleres Unternehmen <250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio Euro Jahresumsatz bzw. ≤ 43 Mio € Jahresbilanzsumme).
Darüber hinaus hat der Bieter zum Nachweis seiner Fachkunde folgende Angaben gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A zu machen:
- Das für die Leitung und Aufsicht vorgesehene technische Personal unter Verwendung des Formblattes LMBV-Auf-Pers.
- Verzeichnis(se) über Art und Umfang wesentlicher von Nachunternehmern auszuführender Leistungen Fbl. 233 (wenn zutreffend).
- Erklärung der Bietergemeinschaft (soweit zutreffend) - Fbl. 234.
- Angaben zur Preisermittlung entsprechend „Fbl.221 oder 222“.
- Aufgliederung der Einheitspreise – „Fbl. 223“ (auf Verlangen).
- Eignungsnachweise Nachunternehmer (auf Verlangen).
- Unbedenklichkeitsbescheinigung der zuständigen Krankenkassen (auf Verlangen).
Folgende Sonstige Nachweise/Angaben des Bieters/Mitglieder der Bietergemeinschaft und Nachunternehmer (technische Spezifikationen, Umwelteigenschaften, Prüfzeugnisse):
- mindestens 1 geeignete Referenzen der letzten 5 Jahre, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind, wie Tiefbauarbeiten oder Rohrleitungsbau oder Asphaltbau oder Regenerierung von Versickerungsanlagen/-schächten oder Verlegung und Anschluss von Elektroleitungen und Trinkwasserleitungen, gerechnet ab dem Tag der Bekanntmachung.
Arbeiten in kontaminierten Bereichen:
Sachkundenachweis nach DGUV Regel 101-004 für die verantwortliche Person (Bauleiter) des Auftragnehmers.
- Eigenerklärung, dass das eingesetzte Personal über den Nachweis der Sachkunde für Arbeiten in kontaminierten Bereichen nach DGUV Regel 101-004 verfügt (dieser Nachweis ist mit Baustelleneröffnung ohne gesonderte Aufforderung dem Projektmanagement zu übergeben).
Eintrag in das Installateurverzeichnis eines Elektrizitätsversorgungsunternehmens (EVU):
- Nachweis über die Eintragung in das Installateurverzeichnis eines Elektrizitätsversorgungsunternehmens (EVU) oder Eigenerklärung, dass diese vor Leistungsbeginn ohne gesonderte Aufforderung vorgelegt werden. Das gilt auch für alle Nachauftragnehmer (NAN).
x) Nachprüfung behaupteter Verstöße
Nachprüfungsstelle (§ 21 VOB/A):