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Titel

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Forschungsvorhaben - Nature-based Solutions in den Alpen

Vergabeverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Auftraggeber

Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau

Ausführungsort

DE-06844 Dessau-Roßlau

Frist

13.01.2026

Beschreibung

1.a) Umweltbundesamt

Referat Z 1.5

Wörlitzer Platz 1

06844 Dessau-Roßlau

E-Mail: refoplan@uba.de

 

2. Angaben zum Verfahren a) Verfahrensart Öffentliche Ausschreibung nach Haushaltsrecht b) Vertragsart Liefer- / Dienstleistungsauftrag c) Geschäftszeichen FKZ 3725 41 502 0 // AZ 75 111/00036

 

3. Angaben zu Angeboten a) Form der Angebote elektronisch ohne elektronische Signatur (Textform) mit fortgeschrittener elektronischer Signatur / fortgeschrittenem elektronischen Siegel mit qualifizierter elektronischer Signatur / qualifiziertem elektronischen Siegel b) Fristen Ablauf der Angebotsfrist 13.01.2026 - 10:00 Uhr Ablauf der Bindefrist 27.02.2026.

 

4. Angaben zu Vergabeunterlagen a) Vertraulichkeit Die Vergabeunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter www.evergabe-online.de/tenderdetails.html b) Zugriff auf die Vergabeunterlagen Vergabeunterlagen werden nur elektronisch zur Verfügung gestellt d) Anforderungsfrist 13.01.2026 - 10:00 Uhr

 

5. Angaben zur Leistung a) Art und Umfang der Leistung REFOPLAN 2025: „NbS in den Alpen - Wege zur Umsetzung und Verstetigung naturbasierter Lösungen in alpinen Gemeinden “ Das geplante Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, naturbasierte Lösungen (NbS) als wirksame Maßnahmen zur Klimaanpassung, Minderung und Biodiversitätssicherung systematisch für den Alpenraum zu erfassen, zu bewerten und übertragbar zu machen. Hintergrund ist die hohe Verwundbarkeit der alpinen Regionen gegenüber klimawandelbedingten Extremereignissen, Wasserknappheit und Biodiversitätsverlust sowie die begrenzten personellen, finanziellen und rechtlichen Kapazitäten vieler Gemeinden. Zugleich eröffnen europäische Rahmenwerke wie das EU Nature Restoration Law und die Biodiversitätsstrategie 2030 konkrete Handlungsspielräume. Zentrale Forschungsfragen betreffen (i) die Bedingungen, unter denen Gemeinden NbS erfolgreich umsetzen können, (ii) typische Barrieren und Erfolgsfaktoren im Hinblick auf institutionelle, sozioökonomische und geographische Unterschiede, (iii) die Rolle innovativer Finanzierungs- und Governance-Modelle sowie (iv) die Entwicklung geeigneter Indikatoren und Monitoringansätze, um Wirkung, KostenNutzen und Skalierungspotenziale belastbar zu erfassen. Methodisch kombiniert das Vorhaben eine breit angelegte Bestandsaufnahme unter Einbezug bestehender Gemeindenetzwerke und kommunaler Verbände mit vertiefenden Fallstudien in ausgewählten Modellgemeinden. Hierbei werden standardisierte Befragungen, leitfadengestützte Interviews, qualitative und quantitative Analysen sowie die Entwicklung eines Indikatorensets eingesetzt. Ein parallel laufendes Monitoring stellt sicher, dass die Ergebnisse dokumentiert, in praxisnahe Produkte (Leitfäden, Checklisten, digitale Tools) überführt und über die Projektlaufzeit hinaus nutzbar gemacht werden. Das Projekt stellt zudem eine Aktivität der Deutschen Präsidentschaft der Alpenkonvention dar und wird in enger Abstimmung mit dem Umweltbundesamt, dem Alpine Climate Board und weiteren Partnern durchgeführt. Es leistet damit einen Beitrag zur Integration von NbS in Politik, Planung und Praxis im Alpenraum. c) Ort der Leistungserbringung Ort der Leistungserbringung ist Dessau-Roßlau.

 

8. Bestimmungen über die Ausführungsfrist Das Vorhaben hat eine Laufzeit von 36 Monaten und beginnt zum 01.03.2026

 

10. Wesentliche Zahlungsbedingungen Abschlags- und Schlusszahlungen im Rahmen der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen Teil B (VOL/B).

 

11. Unterlagen und Anforderungen zur Beurteilung der Eignung des Bieters und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen Die Qualifikation der Anbieter und gegebenenfalls von Kooperationspartnerinnen und - partnern sind durch die Angabe von nachprüfbaren Referenzen in Form von Eigenerklärungen nachzuweisen. Dazu gehören Kurzinformationen über einschlägige erfolgreich abgeschlossene Projekte /Arbeitsschwerpunkte/Veröffentlichungen und sonstige Aktivitäten wie folgt:.

 

1. Auseinandersetzung mit (grenzüberschreitenden) Maßnahmen des natürlichen Klimaschutzes im Alpenraum.

 

2. Auseinandersetzung mit der politischen Debatte der Klimaschutzpolitik oder mit Klimaschutzinitiativen im Rahmen der Alpenkonvention (und idealerweise aller 8 Mitgliedsstaaten, aber nicht Voraussetzung).

 

3. - Fachlich fundierte Kenntnis und Auseinandersetzung mit Zusammenhängen und Vorgängen des Klimawandels und -folgen im Alpenraum, Naturbasierter Lösungen, Biodiversität und Nachhaltigkeit sowie Alpine Governance. Vorzuzeigen sind jeweils drei Veröffentlichungen (Wissenschaftliche Artikel, Printmedien, Onlinemedien, Projektberichte, o. Ä.), oder Kurzinformationen über einschlägige erfolgreich abgeschlossene Projekte; jeweils der letzten 8 Jahre, der Auftragnehmenden und gegebenenfalls seiner Kooperationspartnerinnen und -partnern sowie eine kurze Vorstellung der am Vorhaben beteiligten Institutionen und natürlichen Personen sowie der von ihnen im Rahmen des Forschungsvorhabens wahrgenommenen Aufgabe (möglichst Benennung der Bearbeiterinnen und Bearbeiter). Die Zuverlässigkeit ist durch Unterzeichnung der beigefügten Eigenerklärung zu bestätigen. Der Anbietende bestätigt mit Abgabe seines Angebotes, dass er über die erforderliche Leistungsfähigkeit verfügt, um das Vorhaben vertragsgemäß bearbeiten zu können.

 

12. Zuschlagskriterien Die Zuschlagskriterien sind abschließend in der Leistungsbeschreibung benannt.

 

14. Sonstige Angaben Die summierte Gesamtgröße des bei der Angebotsabgabe eingereichten Umsetzungskonzepts darf 8,0 MB nicht überschreiten.

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 198124 vom 21.11.2025