Titel | Aufbau und Betrieb einer webbasierten umfassenden Übersicht | |
Vergabeverfahren | Öffentliche Ausschreibung | |
Auftraggeber | Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Oranienstraße 106 10969 Berlin | |
Ausführungsort | DE-10969 Berlin | |
Frist | 07.09.2012 | |
Beschreibung | 1. Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Oranienstraße 106 10969 Berlin Raum:1.012 Tel.: 030/9028-1334 Fax 030/9028-2033
E-Mail: brigitte.law@sengs.berlin.de
2. Ausschreibende Stelle: Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Oranienstraße 106,10969 Berlin Raum:1.012 Tel.: 030/9028-1334 Fax 030/9028-2033,
E-Mail: brigitte.law@sengs.berlin.de
3. Verfahrensart:
Öffentliche Ausschreibung gemäß V0L/A
4. Art der Leistung: Dienstleistungen des Gesundheits- und Sozialwesens
5. Ort der Leistung: Land Berlin
6. Wesentlicher Leistungsumfang: 1. Erstellung eines Umsetzungskonzepts 2. Erstellung einer softwaregestützten Lösung (Webportal) 3. Einstellung von Präventionsangeboten und -anbietern in die Datenbank 4. Umsetzung des Gesamtvorhabens Zu den Einzelheiten siehe Anhang.
7. Aufteilung in Lose: -
8. Ausführungszeit: 01.11.2012 bis 31.12.2013
9. Vergabeunterlagen können angefordert werden bis zum: 07.09.2012
10. Stelle, bei der die Vergabeunterlagen eingesehen und abgefordert werden können: Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Oranienstraße 106,10969 Berlin Wirt 304 (eVergabe) - Bekanntmachung -Öffentliche Ausschreibung- VOL - (21.09.2010) Frau Law (I E15) Stock: 1 Zimmernummer: 1.012 Tel: 030/9028-1334 Fax 030/9028-2033 Ausgabe der Vergabeunterlagen ab: 15.08.2012 per Post per eMail-Versand über: brigitte.law@sengs.berlin.de
11. Entschädigung für die Vergabeunterlagen: Euro -
12. a) Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist: 26.09.2012 Uhr: 12:00. b) Die Teilnahmeanträge/Angebote können auf dem Postweg direkt eingereicht werden. Auf dem Postweg oder direkt übermittelte Angebote sind in einem verschlossenen Umschlag einzureichen und als solche zu kennzeichnen, c) Stelle bei der die Teilnahmeanträge/Angebote einzureichen sind: Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Oranienstraße 106,10969 Berlin Frau Law (IE15), Zimmernummer 1.012
13. a) Folgende Erklärungen sind mit dem Teilnahmeantrag/Angebot vorzulegen: - Eigenerklärung gemäß Paragr. 6 Absatz 3 VOL/A -Eigenerklärung zu Tariftreue, Mindestentlohnung und Sozialversicherungsbeiträgen - Erklärung gemäß Paragr. 1 Absatz 2 der Frauenförderverordnung - Schutzerklärung (-Scientology-Erklärung-) - Angaben zum Namen, Geburtsdatum und Geburtsort sowie zur Anschrift der natürlichen Personen, die das Angebot rechtsverbindlich unterzeichnet haben (Erhebung nach Paragr. 6 Absatz 3 des Korruptionsregistergesetzes), b) Folgende Nachweise sind mit dem Teilnahmeantrag/ Angebot vorzulegen: - Nachweis über Erfahrungen mit der Durchführung vergleichbarer Projekte -Nachweisüberdiefachlichen, technischen, organisatorischen und redaktionellen Qualifikationen - Nachweis über die Fähigkeit, in der Öffentlichkeit für dieses Projekt wirksam zu werben -Referenzen über bereits bestehende Medienpartnerschaften - Referenzen über die Umsetzung von IT-Projekten im Gesundheitsbereich - Nachweis über die Vernetzung im Berliner Gesundheitsbereich
14. Zuschlagskriterien: 1. Formale Aspekte 1.1. Organisationsstrukturen des Bieters 1.2. Erfahrungen / Innovationspotential des Bieters 1.3. Erfahrung in Organisationsentwicklung bzw. Anwendung eines anerkannten QM-Systems 2. Inhaltlich-konzeptionelle Aspekte 2.1. Fachliche Fundierung und Plausibilität des Angebots 2.2. Innovationsgehalt des Angebots 2.3. Einhaltung der Ff-Standards 2.4. Vernetzung im Gesundheitsbereich 3. Wirtschaftlichkeit 3.1. Plausibilität der Kostenkalkulation 3.2. Aussagen zur Drittmittelakquise und zur Folgefinanzierung 3.3. Preis-Leistungs-Verhältnis
15. Ablauf der Zuschlags- und Bindefrist: 17.10.2012
16. Zahlungsbedingungen gemäß Vergabeunterlagen.
17. Sicherheitsleistungen: Euro Anhang Leistungsbeschreibung Aufbau und Betrieb einer webbasierten umfassenden Übersicht über gesundheitsfördernde Angebote (Präventionsangebote) in Berlin I. Ausgangslage Wesentliche Zielsetzung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales ist es, Maßnahmen und Verhaltensweisen der Menschen in Berlin zu unterstützen, die darauf ausgerichtet sind, Krankheiten zu verhindern bzw. ihre Entstehung zu verlangsamen. Dieses-als Primärprävention verstandene - Handlungsfeld ist von zentraler Bedeutung, um zu einem langen und gesunden Leben beizutragen und die Inanspruchnahme medizinischer und pflegerischer Leistungen hinauszuzögern oder möglicherweise zu vermeiden. Primärprävention grenzt sich ab von Sekundärprävention, die darauf abzielt, eine Verschlimmerung oder ein Wiederauftreten von Erkrankungen zu verhindern und der Chronifizierung entgegenzutreten. Wenn es bereits zu Behinderungen gekommen ist; soll die sogenannte Tertiärprävention das Ausmaß der Behinderung und den Umgang mit ihr günstig beeinflussen. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Maßnahmen der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention oder umgangssprachlich auf Angebote zur Gesundheitsförderung. Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales beabsichtigt, einen externen Dritten mit der Umsetzung eines Vorhabens zu beauftragen, welches einen umfassenden Überblick über die Präventionsangebote in Berlin vermitteln soll. Von Bedeutung für den Erfolg ist dabei, die zahlreich bestehenden Angebote und Projekte im Rahmen des Integrierten Gesundheitsprogramms, der Landesprogramme wie Gute gesunde Kita und Gute gesunde Schule, der Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung sowie der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin, des Regionalen Knoten Berlin oder gesundheitsförderliche Projekte auf Quartiersebene im Rahmen des Bund- Länder Programms Soziale Stadt und der Aktionsräume + einzubeziehen. Von Bedeutung ist ferner, die gesundheitsfördernden Aktivitäten der hiesigen Krankenkassen, der Wohlfahrtsverbände, der Sportorganisationen und (Gesundheits-) Sportanbieter, der Stiftungen, der Unternehmen und der freien Träger zu identifizieren und darzustellen. Die Herausforderung besteht darin, über die große Anzahl an Präventionsangeboten so zu informieren, dass die Besucherinnen und Besucher des Webportals die für sie zielführenden Angebote schnell erkennen und nutzen nehmen können. Keine Organisation in Berlin bietet einen umfassenden Überblick über alle gesundheitsfördernden Angebote. Von daher ist es zentrales Ziel des Projektes, die Anbieter gesundheitsfördernder Angebote zu motivieren, ihre Angebote strukturiert und qualifiziert selbst darzustellen und einzubringen. II. Leistungsumfang 1. Erstellung eines Umsetzungskonzepts Der Auftragnehmer erstellt ein Konzept, in dem insbesondere Folgendes festgelegt sein muss: a) Es muss sichergestellt sein, dass die - u.a. in der Ausgangslage - benannten Organisationen ihre gegenwärtigen Maßnahmen und Angebote zur Gesundheitsförderung in das neue Webportal überführt werden können und dass ggf. bestehende, webbasierte Informationsangebote - z.B. des Landessportbundes - integriert werden können, b) Es muss sichergestellt sein, dass die große Vielzahl an gesundheitsfördernden Angeboten, die sich z.B. um einzelne Schulen, Unternehmen oder auch ehrenamtliche Initiativen herum entwickelt haben, auf das Angebot aufmerksam gemacht werden und für eine Mitwirkung gewonnen werden können. Insbesondere sind hier die Marketinganstrengungen für das Projekt in der Öffentlichkeit zu beschreiben und mögliche Medienpartner zu benennen, c) Es muss eine Strategie entwickelt werden, die beschreibt, wie die öffentlich geförderten Präventionsangebote auch im Sinne von Bedarfsplanung und in Bezugnahme auf die Gesundheits- und Sozialberichterstattung im Land Berlin weiterentwickelt werden können, d) Es müssen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie die laufende Refinanzierung des Projekts nach Erstellung der Weblösung auch unabhängig von öffentlichen Fördermitteln ermöglicht werden kann. Dabei sollen eindeutige Qualitätsstandards definiert werden. 2. Erstellung einer softwaregestützten Lösung Der Auftrag- nehmer erstellt eine Lösung zur Erfassung der Präventionsangebote in einer datenbankbasierten Webanwendung (Webportal), die folgende Voraussetzungen erfüllt: a) Das Webportal muss eine ansprechende Benutzeroberfläche (Webdesign) aufweisen und benutzerfreundlich sein. Dies ist entsprechend grafisch umzusetzen. Insbesondere die Kategorisierung der Datenbestände und die kartografische Darstellung auf Landes-, Bezirks- und Planungsraumebene sowie eine einfache Nutzerführung müssen gewährleistet sein, b) Die Datenbank muss ermöglichen, dass die Nutzerinnen und Nutzer die Präventionsangebote nach folgenden Kriterien auswählen können: Bezirk Anbieter Anbietergruppen (z.B. Sportvereine, Krankenkassen, Unternehmen) Inhalt der Maßnahme Maßnahmentypen (z.B. Rückentraining, Autogenes Training, Raucherentwöhnung etc.) Zeitraum und Dauer der gesundheitsfördernden Maßnahme Adresse, Öffnungszeiten, Ansprechpartner Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln Programme zur Gesundheitsförderung Netzwerke zur Gesundheitsförderung. Auch eine Kombination dieser Kriterien muss den Nutzerinnen und Nutzern der Datenbank möglich sein. Die gewählte Auswahl der Angebote durch die Nutzerinnen und Nutzersoll in Form eines-Steckbriefes-erfolgen und einfach ausgedruckt werden können, c) Die finanziellen und sonstigen Leistungen der Bezirke zur Gesundheitsprävention sind in die Datenbank aufzunehmen und entsprechend anschaulich darzustellen, d) Schnittstellen zu bereits bestehenden Datenbank-Systemen, insbesondere zu PRISMA (Planungsraumbezogenes Informationssystem für Monitoring und Analyse), sind einzurichten, e) Die Datenbank hat folgende technische Anforderungen zu erfüllen bzw. Normen und Standards einzuhalten: Einhaltung softwareergonomischer Anforderungen nach DIN EN ISO 9241; IT-Standards des Landes Berlin Version: 2012; Fundort: www.berlin.de/imperia/md/content/seninn/itk/it- Standards/ it_standards_aktuell.pdf$start&ts=1325658772&file=it_standards_aktuell.pdffürden Datenaustausch sind die beschriebenen Formate zu nutzen, wobei XML Schemata sowie csv (für Tabellen) verbindlich sind (siehe Nummer 3 in dem Dokument IT-Standards); für den Dokumentenaustausch ist die Unterstützung der Formate tif, gif, pdf und rtf (oder Teilen davon) verbindlich (siehe Nummer 4.2 in dem Dokument IT-Standards); für die Langzeitablage elektronischer Dokumente ist die Unterstützung von pdf/a verbindlich (siehe Nummer 4.4 in dem Dokument IT-Standards); als Zeichensatz ist Unicode zu nutzen (siehe Nummer 4.6 in dem Dokument IT-Standards); das verbindliche Standardprotokoll für das Internet ist http/ https (siehe Nummer 5.5 in dem Dokument IT-Standards); die jeweils aktuellen eGovernment-Standards der Landesdienste sind zu berücksichtigen; die Standards der Verwaltungsvorschriften zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (WBIT), Version: 23.08.2005, sind zu beachten, insbesondere Paragr. 2 (Anwendungsbereich, hier: öffentlich zugängliche Internet-Angebote) und Paragr. 3 (Gestaltungsvorschriften, hier: alle Anforderungen, die mit der Priorität I versehen wurden); Fundort: www.berlin.de/imperia/md/ content/seninn/itk/barrierefreiheit/wbit.pdf$start&ts=1227283769&fil e=wbit.pdf5 die am 22.09.2011 auf Bundesebene in Kraft getretene -Barrierefreie Informationstechnik- Verordnung-(BITV) 2.0 ist zu berücksichtigen; Einhaltung der Vorschriften des Berliner Datenschutzgesetzes, insbesondere der Paragr. 5,6 und 9 bis 15.3. Einstellung von Präventionsangeboten und -anbietern in die Datenbank Der Auftragnehmer stellt bis zum 31.10.2013 pro Berliner Bezirk mindestens 500 qualifizierte Präventionsangebote und -anbieter in die Datenbank ein. Es sind nur qualitätsgesicherte Angebote einzustellen. Hierbei ist Folgendes zu berücksichtigen: a) Präventionsangebote, die die Qualitätsvoraussetzungen nach Paragr. 20 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) erfüllen, können ohne weitere Prüfung in die Datenbank aufgenommen werden, b) Für Präventionsangebote, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, soll der Auftragnehmer gemeinsam mit der Landesgesundheitskonferenz bzw. der zu bildenden Lenkungsgruppe qualitätssichernde Mindeststandards definieren. Dabei ist darauf zu achten, dass diese Qualitätsstandards durch Dritte einfach überprüfbarsind, c) Der Auftragnehmer hat ein Verfahren zu beschreiben und umzusetzen, wie eine qualitätssichernde Selbst-Eintragung gewährleistet werden kann. Denkbar wäre die Einrichtung einer virtuellen -Peer-Review- Gruppe, die in der Cloud systematisch Angebote vergleicht und vor Einstellung bewertet, d) Es sind Vorschläge zu erarbeiten, anhand welcher Bewertungskriterien die Qualität der Präventionsangebote dargestellt werden kann und wie diese Qualität für die Nutzerinnen und Nutzertransparent gemacht werden kann, e) Über die Qualität der Präventionsangebote soll auf dem Webportal fortlaufend informiert werden. Gleichzeitig sollen diese Qualitätsinformationen einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Präventionsangebote leisten, indem Anbietervoneinander lernen und sich gegenseitig weiterentwickeln. Hierzu erarbeitet der Auftragnehmer geeignete Vorschläge. 4. Umsetzung des Gesamtvorhabens Der Auftragnehmer übernimmt die Organisation und Koordination der Entwicklung und Implementierung des Webportals. Hierzu gehört auch, die komplexen Anforderungen aus fachlicher und technologischer Perspektive gegenüber den beteiligten Akteuren zu kommunizieren. Der Auftragnehmer muss bereit sein, zur Projektsteuerung während der Ausführungszeit mit einer Lenkungsgruppe zusammenzuarbeiten Diese besteht aus ausgewählten Mitgliedern der Landesgesundheitskonferenz, der Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung, des Regionalen Knoten Berlin sowie der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und weiteren - in der Landesgesundheitskonferenz nicht vertretenen - fachlich zuständigen Senatsverwaltungen. Der Auftragnehmer erarbeitet konzeptionelle Vorschläge, wie er nach Fertigstellung des Webportals die fortlaufende Pflege und Wartungsicherstellen will, und macht Angaben insbesondere zum Mengengerüst der Präventionsangebote, die ab dem 01.11.2013 umgesetzt werden können. III. Anforderungen an das Angebot des Bieters DerBieter hat in seinem Angebotzu beschreiben, innerhalb welcher Datenbankstruktur er die umfangreichen Informationen verwalten kann, welche Sicherheitsstandards erforderlich sind, um den unerlaubten Zugriff Dritter zu verhindern, und wie die grafische Umsetzung eines benutzerfreundlichen Webportals erfolgen soll. Es wird erwartet, dass mit dem Angebot die nachvollziehbare Navigation für das Webportal ersichtlich ist. Der Bieter hat zu beschreiben, welche bestehenden Datenbanken zur Gesundheitsförderung er nutzen möchte und wie diese organisatorisch und technisch in das Projekt integriert werden können. Der Bieter hat darzustellen, wodurch er gewährleisten kann, dass wesentliche Informationen des Webportals auch auf berlin.de nutzbar gemacht werden können. Zudem werden Vorschläge erwartet, wie ein nachhaltiger Betrieb und die Aktualisierung des Webportals gewährleistet werden kann. Der Bieter reicht mit seinem Angebot einen detaillierten Zeitplan mit Meilensteinen und Arbeitsprozessen ein. Eventuell vorhandene Partnerschaften mit Medien sind unter Vorlage von Referenzen anzugeben. | |
Veröffentlichung | Geonet Ausschreibung 127661 vom 29.08.2012 |