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Titel

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Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit

Vergabeverfahren

Verfahren zur Vor-Information
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabestelle

Landesamt für Umwelt
Seeburger Chaussee 2
14476 Potsdam

Ausführungsort

DE-14476 Potsdam

Frist

21.03.2019

Beschreibung

a) Landesamt für Umwelt

Seeburger Chaussee 2

14476 Potsdam

 

E-Mail: robert.hollstein@lfu.brandenburg.de

 

b) Art und Umfang der Leistung Die Stepenitz im Landkreis Prignitz (Brandenburg) und mehrere ihrer Nebengewässer wie u.a. die Dömnitz sind gewässerökologisch von bundesweiter Bedeutung. Die hohe Wertigkeit resultiert u.a. aus einem geringen Ausbaugrad zahlreicher Fließgewässer in relativ engen Tälern des Altmoränengebietes und der damit verbundenen Naturnähe, Selbstreinigungskraft und Strukturvielfalt. Das Gewässersystem ist Bestandteil eines Programms zur Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle. Weitere Arten wie Bachforelle, Äsche, Bach- und Flussneunauge, Kleine Bachmuschel und Edelkrebs sind in bedeutenden Populationen vorhanden. Das Gebiet ist eines der Verbreitungszentren des Schwarzstorchs in Brandenburg. In den vergangenen 20 Jahren wurden durch Landes- und Kreisverwaltung und v.a. durch den brandenburgischen Landesanglerverband (LAV) Maßnahmen zur Herstellung der aquatischen Durchgängigkeit an mehreren Wehren im Stepenitz-System geplant und realisiert. Innerhalb der Stadt Pritzwalk erfolgt der Durchfluss der Dömnitz im Stadtzentrum im Bereich der ehemaligen Tuchfabrik in 2 Gewässerarmen. Beide Gewässerarme sind mit einer gewässerökologisch ganzjährig nicht passierbaren Wehranlage versehen. Der Hauptabfluss erfolgt über den südlichen Gewässerarm über eine Wehranlage in Landeseigentum. Der nördliche Arm wird nur mit geringen Wassermengen versehen und dient primär der Hochwasserentlastung. Die Abflusssteuerung erfolgt durch das Wehr Stadtmühle im südlichen Arm. Das Wehr im nördlichen Arm ist stark sanierungsbedürftig. Beide Dömnitz-Arme verlaufen in unmittelbarer Nähe zu Wohnbebauung, Verkehrsinfrastruktur und nehmen mehrere Regenwassereinläufe auf. Zur Erreichung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie sollen vorzugsweise beide Arme durchgängig gestaltet werden. Aufgrund begrenzter sommerlicher Wassermengen sowie baulicher Einschränkungen muss trotzdem über die "Widmung" des Hauptlaufes entschieden werden. Aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen ist ein dezidierter Planungsauftrag nach HOAI für konkrete Bauleistungen nur schwer möglich. Es soll eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden, die mehrere Bauvarianten untersucht und bewertet und auch die Kenntnisse der Rahmenbedingungen verbessert.. Die Studie kann relativ ergebnisoffen bearbeitet werden.

 

Haupterfüllungsort LK Prignitz Brandenburg

 

c) Ausführungsfristen Zeitraum der Leistungserbringung Bis Mitte April. 2019: Detaillierung von Aufgabenstellung, Untersuchungsumfang und Erstellung Grobkonzept Bis Ende April. 2019: behördeninterne Vorstellung Grobkonzept und Varianten in der Stadt Pritzwalk Bis Ende Mai 2019: Fertigstellung der Darstellung von relevanten Bestandsdaten Bebauung und Infrastruktur Bis Ende Aug. 2019: Fertigstellung hydraulische Berechnungen für die Bauvarianten Bis Ende Sept. 2019: Darstellung von Betroffenheiten

 

d) Entwurf Kostenschätzung Bis Ende Okt. 2019: Bewertung von Varianten, Auswahl Vorzugsvarianten Nov. 2019: halböffentliche Vorstellung in der Stadt Pritzwalk Dez. 2019: Abschlussbericht, Auftragsende

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 148631 vom 21.02.2019